Julian F.M. Stoeckel ist eine wahre Reality-Ikone! Doch der Dschungelcamp-Star beschäftigt sich längst nicht nur mit dem Showgeschäft: Seit 2024 ist er Mitglied der CDU und engagiert sich damit auch politisch. Doch mit der Politik in Deutschland zeigt sich der Entertainer alles andere als zufrieden.
Ob Dschungelcamp, Reality-TV oder der rote Teppich: Julian F.M. Stoeckel gehört seit vielen Jahren zu den schillerndsten Persönlichkeiten der deutschen Promiwelt. Doch abseits von Blitzlichtgewitter und Fernsehkameras interessiert sich der Entertainer auch für politische Themen – und hat sich dabei klar positioniert. Im Jahr 2024 wurde bekannt, dass Julian F.M. Stoeckel der CDU beigetreten ist. Kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gibt der Reality-Star ein ausführliches politisches Interview mit KUKKSI – und acht deutlich, dass es in Deutschland zahlreiche Probleme gibt.
KUKKSI-Interview mit Julian F.M. Stoeckel zur politischen Situation in Deutschland
Du bist ja in der CDU. Warum die Partei und wie kam es überhaupt dazu?
„Eigentlich war ich jahrelang SPD-Wähler, weil ich 1998 es so sensationell gefunden habe, dass unter Kanzler Schröder der Kulturstaatsminister eingeführt worden ist. Vorher gab es nur Staatssekretäre, die sich um Kultur gekümmert haben. Aber durch Schröder wurde daraus ein Ministeramt geschaffen. Ich fand das toll … Ich wollte mich dann mehr in der SPD starkmachen, aber nach den ersten Begegnungen und als ich immer als „Genosse“ angesprochen wurde, war das doch nichts für mich. GRÜNE/LINKE sind nicht infrage gekommen, deswegen habe ich mich dann für die CDU entschieden.“
Was sind deiner Meinung nach die größten Probleme des Landes und was müsste sich dringend ändern?
„Wie lange soll die Antwort gehen? (lacht) Ich glaube, dass es viele Probleme gibt – angefangen mit dem Wohnungsmarkt! Wie kann es sein, dass eine 60-QM-Wohnung in Berlin nicht unter 1.500 € zu bekommen ist? Welcher Schüler/welcher Student kann sich das leisten? Wir müssen die Produktionskosten für Unternehmen senken (Strom, Steuern, Abgaben). Wir könnten/sollten nicht weiter zuschauen, wie unsere Wirtschaft den Bach heruntergeht, und das Wichtigste: Wir müssen unsere Bildungspolitik ändern! Oper, Theater, Museum, Literatur – man merkt doch, dass die jungen Menschen immer weniger Bildung genießen. Wie wollen wir eine vollumfängliche Gesellschaft bilden, wenn es schon an Bildung und Allgemeinwissen scheitert? Warum muss man als Kassenpatient auf einen MRT-Termin drei Monate warten? Alles Themen, die unbedingt angegangen werden müssen. Alle müssen verpflichtend in die Rentenkassen einzahlen! Selbstständige, Politiker, Beamte usw. „Also, die Liste ist lang!“
Es wird immer vieles negativ dargestellt. Daher auch die Frage: Was findest du in Deutschland gut?
„Im Moment bin ich nicht so glücklich mit der Politik! Wir müssen, glaube ich, wieder Politik für die Bürger machen – ich habe das Gefühl, dass die AfD wie der Rattenfänger von Hameln nur Menschen einfängt. Wie viele Leute kennen das Wahlprogramm der AfD wirklich? Und wenn man sich Dokumentationen oder Berichterstattungen über die einzelnen Wahlprogramme der AfD anschaut, dann merkt man, dass sie finanziell gar nicht umsetzbar sind. Das bedeutet, dass die AfD nur sagt, was die Leute hören wollen. Aber keiner spricht über die wirkliche Umsetzbarkeit! Das ist doch nicht gut!“
Laut Umfragen sinkt das Vertrauen der Bevölkerung in die Politik – auch in Bundeskanzler Friedrich Merz. Wie erklärst du dir das?
„Ich habe mir sehr viel versprochen von Friedrich Merz – ich habe gedacht, dass er wirklich eine wirtschaftliche Wende voranbringt. Er war jahrelang in der Wirtschaft. Er weiß, wie man Geld verdient, er weiß, wie man Erfolg generiert, aber ich habe nicht den Eindruck, dass er es schafft, umzusetzen. Aber wir wissen natürlich von Angela Merkel, dass diese ganzen Systeme alle nicht sofort funktionieren: ‚Ich will das so und so‘ und zwar sofort, sondern man muss in einer Demokratie immer Mehrheiten finden. Du brauchst Unterstützer für deine Pläne. Wir sind keine monarchische Demokratie, wie Trump gerade versucht, seine Politik auszulegen, und das ist auch gut so. Aber man muss natürlich Menschen für seine Pläne finden.“
Es stehen mehrere Landtagswahlen bevor. Die AfD könnte laut Umfragen in Sachsen-Anhalt die absolute Mehrheit erreichen. Bereitet dir das Sorge?
„Die absolute Mehrheit wären ja 100 %. Wenn sie 40 % erreichen, dann können sie regieren, aber es gibt genug Opposition, die es ihnen nicht so einfach macht, dass die Herrschaften von der AfD alles durchwinken können, wie es ihnen gefällt…“
Was hältst du von der sogenannten „Brandmauer“?
„In erster Linie sollte es keine Brandmauern unter den demokratischen Parteien geben. Aber die AfD wurde ja 2025 als rechtsextremistischer Verdachtsfall vom Bundesverwaltungsgericht eingestuft und damit sollte es auch keine Zusammenarbeit oder Koalition geben.“












































