Im Finale der Fußball-Weltmeisterschaft konnte sich Spanien gegen Argentinien durchsetzen. Die Entscheidung fiel erst in der Verlängerung.
Zur Halbzeit stand es im WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien 0:0. Die erste Hälfte bot nur wenige Höhepunkte und war vor allem von großer Vorsicht auf beiden Seiten geprägt. Zwar hatte Spanien über weite Strecken mehr Ballbesitz und bestimmte das Spiel leicht, echte Torchancen blieben jedoch Mangelware.
Die beste Möglichkeit der ersten 45 Minuten gehörte Lamine Yamal. Nach einem Zuspiel von Dani Olmo kam er im Strafraum zum Abschluss, doch Argentiniens Torhüter Emiliano Martínez parierte den leicht abgefälschten Schuss sicher (5.). Anschließend neutralisierten sich beide Mannschaften weitgehend. Viele intensive Zweikämpfe prägten das Spiel, während im Offensivbereich kaum Gefahr entstand.
Erst kurz vor dem Pausenpfiff setzte Spanien noch einmal offensive Akzente. Mikel Oyarzabal (39.) und Marc Cucurella (43.) versuchten es jeweils aus der Distanz, konnten Martínez jedoch nicht ernsthaft überwinden. So ging es torlos in die Kabinen. Aufgrund der aufwendigen Halbzeitshow fiel die Pause zudem voraussichtlich länger aus als bei einem gewöhnlichen Fußballspiel.
Nach 90 Minuten stand im WM-Finale weiterhin kein Sieger fest – die reguläre Spielzeit endete torlos mit 0:0. Spanien bestimmte auch nach dem Seitenwechsel über weite Strecken das Geschehen und ließ den Ball sicher durch die eigenen Reihen laufen. Argentinien konzentrierte sich vor allem auf die Defensive und setzte offensiv nur selten Akzente.
Trotz der spielerischen Überlegenheit fehlte den Spaniern weiterhin die entscheidende Durchschlagskraft. Die gefährlichsten Abschlüsse kamen erneut aus der Distanz. Ferran Torres setzte einen Kopfball knapp neben das Tor (67.), ehe Pau Cubarsí mit einem Fernschuss für Gefahr sorgte (77.). Eine echte Großchance blieb jedoch auch im zweiten Durchgang aus.
In den Schlussminuten wurde es dann noch einmal hektisch. Enzo Fernández schwächte Argentinien entscheidend: Nachdem er zunächst wegen Meckerns die Gelbe Karte gesehen hatte (82.), flog er in der Nachspielzeit nach einem Foul an Pau Cubarsí mit Gelb-Rot vom Platz (90.+3). Die numerische Überlegenheit nutzte Spanien fast noch zum späten Siegtreffer. Nach einem Freistoß aus aussichtsreicher Position scheiterte Lamine Yamal jedoch an Emiliano Martínez (90.+9). Damit musste das Endspiel in die Verlängerung, in die Spanien nach seiner dominanten Vorstellung und mit einem Mann mehr auf dem Platz die besseren Voraussetzungen mitnahm.
Dann ging es in die Verlängerung – und das erste Tor fiel erst in der 106. Minute. In der Verlängerung fiel schließlich die längst überfällige Entscheidung – und sie war absolut verdient. Spanien spielte den Angriff über die rechte Seite aus: Lamine Yamal bediente Pedro Porro am Strafraumeck, der den Ball gefühlvoll an den zweiten Pfosten brachte. Dort verzichtete Nico Williams nach einem leichten Kontakt mit Molina auf den Abschluss aus schwierigem Winkel und bewies stattdessen Übersicht. Per Kopf legte er den Ball in den Rückraum ab, wo Ferran Torres heranstürmte und die Hereingabe mit einem wuchtigen Linksschuss direkt unter die Latte setzte. Argentinien-Keeper Emiliano Martínez war chancenlos.

















































