Große Trauer im internationalen Rudersport: Olaf Tufte ist tot. Der Norweger, der über viele Jahre zu den erfolgreichsten Athleten seines Sports zählte und zweimal olympisches Gold gewann, ist im Alter von nur 50 Jahren gestorben. Mit seinem Tod verliert die Ruderwelt eine ihrer prägendsten Persönlichkeiten der vergangenen Jahrzehnte.
Wie die Familie des ehemaligen Spitzensportlers mitteilte, ereignete sich das tragische Unglück zu Beginn der Woche. Olaf Tufte wurde am Montag regungslos auf seinem Hof entdeckt. Rettungskräfte leiteten umgehend medizinische Maßnahmen ein und brachten ihn anschließend in das Nationalkrankenhaus in Oslo. Dort kämpften Ärzte noch um sein Leben, doch am Dienstag erlag der frühere Olympiasieger. Nach Berichten norwegischer Medien gab es keine Augenzeugen, weshalb die genauen Umstände bislang ungeklärt sind.
Todesumstände von Olaf Tufte sind bislang unklar
Olaf Tufte gehörte über viele Jahre zu den dominierenden Athleten im Einer. Seinen größten Triumph feierte er bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen, als er erstmals die Goldmedaille gewann. Vier Jahre später wiederholte er diesen Erfolg in Peking und schrieb damit endgültig Sportgeschichte. Auch bei Weltmeisterschaften zählte der Norweger regelmäßig zu den Topfavoriten: 2001 und 2003 sicherte er sich den WM-Titel, hinzu kamen zahlreiche weitere Medaillen auf internationaler Ebene. Lediglich bei der Weltmeisterschaft 2002 in Sevilla musste er sich dem gebürtigen Magdeburger Marcel Hacker geschlagen geben.
Dass Olaf Tufte selbst mit zunehmendem Alter noch zur Weltelite gehörte, unterstrich er im Jahr 2021. Mit 45 Jahren qualifizierte er sich für die Olympischen Spiele in Tokio und war damit einer der ältesten Teilnehmer seiner Disziplin. Während viele seiner früheren Konkurrenten ihre Karriere längst beendet hatten, bewies der Norweger noch einmal seine außergewöhnliche Fitness.
It is with heavy hearts World Rowing mourns the passing of Olaf Tufte of Norway, 4x Olympic medallist and 6x World Championship medallist.
A fierce competitor on the water, and a great friend to everyone off of it, Olaf was also a recipient of the Thomas Keller Medal, the… pic.twitter.com/mWoZEij5QS
— World Rowing (@WorldRowing) July 21, 2026
Die Nachricht von seinem Tod löste weltweit Bestürzung aus. Der Weltruderverband World Rowing verabschiedete sich mit bewegenden Worten von dem Ausnahmesportler. In einer Mitteilung wurde Tufte als „harter Wettkämpfer auf dem Wasser und großartigen Freund abseits davon“ gewürdigt. Neben seinen sportlichen Erfolgen galt er auch abseits der Regattastrecken als geschätzter und respektierter Mensch.
Olaf Tufte hinterlässt seine Ehefrau Aina sowie die beiden gemeinsamen Kinder. Mit ihm verliert der Rudersport nicht nur einen der erfolgreichsten Einer-Ruderer seiner Generation, sondern auch einen Athleten, der den Sport über viele Jahre hinweg entscheidend mitprägte.
















































