Leben

Darum macht Glühwein schneller betrunken

Glühwein
iStock / pxel66

Weihnachtsmarkt ohne Glühwein ist wie eine Tanne ohne Schmuck. Schneller betrunken durch Glühwein – dieser Mythos hält sich schon lange. Aber ist da was dran? 

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Das Getränk aus Wein, Zucker, Zimt, Gewürznelken und Anis gehört für die meisten auf dem Weihnachtsmarkt einfach dazu. Es geht dabei mehr um ein Ritual, als den Geschmack. Nach einer Runde Glühwein in einer mit einer weihnachtlich bedruckten Tasse wird einem schon schummerig im Kopf. Aber wird man durch das alkoholhaltige Getränk wirklich schneller betrunken?

Schneller betrunken durch Glühwein – das ist dran

Glühwein kann tatsächlich für einen schnelleren Schwips sorgen und man ist schneller betrunken, als bei einigen anderen alkoholischen Getränken. Das hängt mit mehreren Faktoren zusammen.

Alkohol gelangt schneller ins Blut

Bei einem Glühwein gelangt der Alkohol viel schneller ins Blut. Der Grund ist ziemlich simpel: Durch die Wärme wird die Durchblutung im Magen-Darm-Trakt schneller angeregt. Warme Getränke kann der Körper viel besser aufnehmen. Der Alkohol kann dadurch leichter resorbiert werden und im Gegensatz zu kalten Getränken gelangt Glühwein – und damit der Alkohol – viel schneller ins Blut.

Ziemlich viel Zucker

Glühwein enthält ziemlich viel Zucker. In einer Tasse Glühwein (ca. 250 Milliliter) stecken bereits unglaubliche 37 Gramm! Auch diese Tatsache sorgt dafür, dass der Alkohol viel schneller in die Blutbahn gelangt und man damit schneller betrunken ist. Durch den Zucker nimmt man den Alkohol jedoch weniger wahr und kann zu einem starken Konsum neigen.

Man trinkt ihn schneller

An der Glühweinbude auf dem Weihnachtsmarkt kann es im Winter ziemlich kalt sein – und umso länger der Glühwein steht, umso kälter wird er! Aus dem Grund neigen viele dazu, das Getränk warm zu genießen und ihn deshalb schnell auszutrinken. Und nur bei einem Glühwein bleibt es auf einem längeren Besuch auf dem Weihnachtsmarkt selten. Auch dieser Faktor kann dafür sorgen, dass man schneller angeheitert ist. Und ist der Glühwein mit Schuss, geht das sogar noch schneller.

Darum ist der Kater beim Glühwein schlimmer

Glühwein schmeckt lecker, hat aber auch seine Schattenseiten. Denn der Kater am Morgen kann deutlich schlimmer sein, als bei anderen alkoholischen Getränken. Das hat jedoch nichts damit zu tun, dass der Glühwein heiß konsumiert wird – vielmehr sind die Begleitstoffe sowie die bunte Mixtur aus Wein, Zucker, Gewürzen und Schnäpsen dafür verantwortlich.

Auch Zusatzstoffe wie Fuselöle können für einen schlimmen Glühwein-Kater sorgen – sie entstehen als Nebenprodukte in der Herstellung von Wein und Schnaps. Im Körper können giftige Verbindungen entstehen, welche für Kopfschmerzen und Übelkeit sorgen.

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