Die Zeit der Weihnachtsmärkte beginnt eigentlich erst nach dem Totensonntag. Dennoch öffnen einige aber schon längst davor – jedoch unter dem Namen Wintermarkt. Aber was ist eigentlich der Unterschied?
Glühwein schmeckt auch schon im November! Deswegen wollen einige Besucher nicht bis zum ersten Adventswochenende warten. Weihnachtliche Deko, Glühwein und Leckereien – die meisten nennen das einfach Weihnachtsmarkt. Doch immer wieder tauchen andere Namen wie Wintermarkt oder Winterzauber auf – aber was steckt eigentlich genau dahinter?
Weihnachtsmarkt und Wintermarkt: Wo liegt der Unterschied?
Der größte Unterschied zwischen einem Weihnachtsmarkt und Wintermarkt ist der zeitliche Aspekt. Denn der Weihnachtsmarkt öffnet immer erst nach dem Totensonntag und schließen direkt kurz nach oder sogar vor Weihnachten – die meisten Märkte haben bis zum 23. Dezember geöffnet. Bei Wintermärkten wird der Zeitraum deutlich lockerer gesehen: Diese öffnen meist schon Anfang November und haben teilweise bis zum Januar geöffnet.
Warum öffnen Weihnachtsmärkte immer erst nach dem Totensonntag?
Der Montag nach dem Totensonntag ist der Startschuss für die Vorweihnachtszeit und dann öffnen auch die meisten Weihnachtsmärkte. Es gibt zwar dafür keine Regel oder ein Gesetz – aus Respekt vor den Verstorbenen warten viele Menschen den Gedenktag ab. Der Totensonntag zählt zu den sogenannten „stillen Feiertagen“. Je nach Bundesland ist es unterschiedlich, ob und wann öffentliche Veranstaltungen stattfinden dürfen.
Die meisten Wintermärkte, die bereits geöffnet haben, pausieren an diesem Tag. Die evangelische Kirche sieht es laut „evangelisch.de“ kritisch, dass einige Märkte bereits vor dem Totensonntag öffnen: „Damit kommen sie dem Bedürfnis nach Besinnung und Ruhe am Totensonntag in die Quere.“
Was passiert am Totensonntag?
Der Totensonntag ist ein Gedenktag an die Menschen, welche im Vorjahr verstorben sind und ist immer der letzte Sonntag vor dem ersten Adventswochenende. Viele Menschen besuchen Friedhöfe und schmücken die Gräber. Es finden auch Gottesdienste statt.
Dass einige Wintermärkte davor öffnen, ist kein Angriff auf die Tradition, sondern ist als kulturelle Vielfalt anzusehen. Wer also schon eher Lust auf Glühwein & Co. hat, sollte einen Wintermarkt aufsuchen – und diese gibt es beinahe in jeder Stadt.










































