Wie schützt man sich vor der Hitze? Das ZDF hat dazu eine Infografik in den sozialen Netzwerken veröffentlicht. Doch Meteorologe Jörg Kachelmann widerspricht den Empfehlungen deutlich.
Über den richtigen Umgang mit extremer Hitze herrscht nicht in allen Punkten Einigkeit. Zwar empfehlen Experten übereinstimmend, viel zu trinken, direkte Sonneneinstrahlung in der Mittagszeit zu meiden und Sonnenschutz zu verwenden. Bei anderen Maßnahmen gehen die Einschätzungen jedoch deutlich auseinander. Genau diese widersprüchlichen Empfehlungen kritisiert Jörg Kachelmann (67) scharf und hält sie für unverantwortlich.
Unter dem Titel „Wohnung kühl halten bei Hitze“ empfahl das ZDF in den sozialen Netzwerken unter anderem, Fenster tagsüber geschlossen zu halten und Teppiche einzurollen – diese würden schließlich Wärme speichern. Diese Hitzetipps hält Jörg Kachelmann nicht nur für Unsinn, sondern sogar für lebensgefährliche Falschinformationen. Nun wettert er deutlich gegen den Sender.
„Mit dem Zweiten lügt man besser“
„Die eigene Zielgruppe in den Tod schreiben. Frei erfundenen Schwachsinn über Teppiche schreiben. Mit dem Zweiten lügt man besser @ZDF“, schreibt Jörg Kachelmann auf der Plattform X. Besonders kritisch sieht der Meteorologe den Hitzetipp, tagsüber die Fenster geschlossen zu halten. Diesen Ratschlag des ZDF bezeichnet der Wetterexperte als „Folter“ und „aktive Sterbehilfe“. Vor allem für ältere Menschen könne das gefährlich werden, da diese frische Luft benötigten. Zudem sei es nicht ratsam, bei hoher Luftfeuchtigkeit in der Wohnung zu sitzen.
Schon im Jahr 2022 hatte Jörg Kachelmann in einem Interview mit dem „Spiegel“ gesagt: „Glauben Sie nicht an die üblichen ›Hitzetipps‹ von Medien und Behörden. Damit Oma und Opa überleben, brauchen sie steten Durchzug und je mindestens einen Ventilator vor die Nase.“
Der Meteorologe Jörg Kachelmann zählt zu den bekanntesten Wetterexperten im deutschsprachigen Raum. Der 67-Jährige analysiert regelmäßig Wetterlagen und äußert sich in den sozialen Netzwerken häufig zu aktuellen Wetterereignissen sowie zu Debatten rund um Klimawandel und Hitzeschutz. Dabei nimmt er kein Blatt vor den Mund.



















































