Klaus J. Behrendt und der Kölner „Tatort“ gehören seit Jahrzehnten zusammen. Doch seine Geschichte als Max Ballauf begann keineswegs in der Domstadt. Bereits Jahre zuvor ging der Schauspieler als Ermittler in Düsseldorf auf Verbrecherjagd.
2027 endet eine Ära: Klaus J. Behrendt (66) verabschiedet sich nach seiner 100. gemeinsamen Folge mit Dietmar Bär (65) vom Kölner „Tatort“. Seit 1997 stehen die beiden als Max Ballauf und Freddy Schenk gemeinsam vor der Kamera. Behrendt verkörpert seine Kultrolle allerdings schon deutlich länger.
Bereits 1992 tauchte Max Ballauf erstmals als Ermittler auf – damals allerdings noch in Düsseldorf. An der Seite von Hauptkommissar Bernd Flemming, gespielt von Martin Lüttge, gehörte Max Ballauf zum damaligen WDR-Team. Auch Miriam Koch, dargestellt von Roswitha Schreiner, ermittelte in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt.
Max Ballauf startete als Assistent in Düsseldorf
Damals war die Rollenverteilung noch eine völlig andere als später in Köln. Max Ballauf war nicht der erfahrene Kommissar, den Millionen Zuschauer heute kennen, sondern Flemmings Assistent. Zwischen 1992 und 1994 war Klaus J. Behrendt in insgesamt acht Düsseldorfer Fällen zu sehen, wie „t-online“ berichtet.
Seinen ersten Einsatz hatte Max Ballauf im Mai 1992 in „Der Mörder und der Prinz“. Danach folgten weitere Fälle, bevor Klaus J. Behrendt 1994 zunächst aus dem „Tatort“ ausstieg.
Interessant ist auch: Selbst das war streng genommen nicht der allererster Auftritt von Klaus J. Behrendt in der Krimireihe. Bereits 1990 spielte er im Schimanski-„Tatort: Schimanskis Waffe“ mit – damals allerdings noch nicht als Max Ballauf, sondern in einer anderen Rolle.

1997 feierte Max Ballauf sein Comeback
Drei Jahre nach seinem Düsseldorfer Abschied kehrte Max Ballauf schließlich zurück. 1997 startete mit „Willkommen in Köln“ das neue Ermittlerteam Ballauf und Schenk. In der Handlung hatte Ballauf zwischenzeitlich sogar in den USA als Drogenfahnder gearbeitet, bevor er die Leitung der Kölner Mordkommission übernahm.
Für Klaus J. Behrendt war beim Neustart wichtig, dass sich auch die Konstellation verändert. In einem früheren Interview erklärte der Schauspieler, dass Ballauf in Düsseldorf lediglich Assistent gewesen sei. Für Köln wollte er dagegen zwei gleichberechtigte Ermittler – und durfte bei der Wahl seines Partners mitentscheiden. Seine Wahl fiel auf Dietmar Bär.
Damit begann 1997 eine der längsten Ermittler-Partnerschaften der „Tatort“-Geschichte. Während Klaus J. Behrendt 2027 nach der 100. gemeinsamen Folge seinen Dienst als Max Ballauf beendet, bleibt Dietmar Bär dem Kölner „Tatort“ als Freddy Schenk erhalten.
„Mein Ziel waren immer 100 Folgen“
Mit dem „Tatort“-Aus von Klaus J. Behrendt endet eine Ära. „Die Rolle Max Ballauf hat mich fast die Hälfte meines Lebens begleitet. Als Dietmar Bär und ich 1997 unseren Dienst als ‚Tatort‘-Kommissare in Köln antraten, hatte ich als Max Ballauf bereits acht Fälle als Kommissaranwärter im Düsseldorfer ‚Tatort‘ gedreht. Dass dann noch einmal 100 Fälle folgen würden, war für mich damals unvorstellbar. Mein Entschluss, dieser Rolle pünktlich zum 30-jährigen Dienstjubiläum Lebewohl zu sagen, ist mir nicht leichtgefallen, reift aber schon länger in mir. Mein Ziel waren immer 100 Folgen“, hat der Schauspieler laut einer Pressemitteilung vom WDR verlauten lassen.



















































