Für viele Zuschauer war sie das Gesicht im „Ostfrieslandkrimi“: Christiane Paul schlüpfte in die Rolle der Ermittlerin Ann Kathrin Klaasen und feierte damit große Erfolge im ZDF. Doch nach nur drei Filmen war plötzlich Schluss! Die Schauspielerin verabschiedete sich überraschend von der beliebten Krimireihe. Bis heute stellt sich die Frage: Warum musste die Kommissarin neu besetzt werden?
Als Christiane Paul (52) im April 2017 erstmals in „Ostfriesenkiller“ ermittelte, war das Interesse riesig. Der Auftakt erreichte einen Marktanteil von 25 Prozent. Auch die Kritiker zeigten sich begeistert. Dennoch gab das ZDF im Juni 2019 bekannt, dass künftig eine andere Schauspielerin die Hauptrolle übernehmen würde.
„Ostfrieslandkrimi“: Christiane Paul war nur für drei Filme vorgesehen
Der überraschende Wechsel sorgte damals für Spekulationen, wie das Joyn-Portal „Behind the Screens“ schreibt. Hatte es hinter den Kulissen möglicherweise Unstimmigkeiten gegeben? Eine offizielle Bestätigung für einen Streit gab es nicht. Vielmehr war die Zusammenarbeit offenbar von Anfang an zeitlich begrenzt.
Mit Christiane Paul wurden laut Produzent Simon Grohe zunächst lediglich drei Filme vereinbart, wie „TV Spielfilm“ damals berichtete. Auch Bestsellerautor Klaus-Peter Wolf, auf dessen Romanen die ZDF-Reihe basiert, äußerte sich damals zur Neubesetzung. Auf Facebook schrieb er: „Ich persönlich lehne Knebelverträge für Künstler ab. Man verabredet sich für eine gewisse Zeit (drei Folgen) und dann sieht man weiter…“
Zudem machte der Schriftsteller deutlich, dass die Figuren unabhängig von ihrer Besetzung bestehen bleiben sollten: „Eins muss ich mal festhalten: Ich habe die Figuren geschaffen. Ihnen Charakter gegeben und eine eigene Sprache. Es sind meine Figuren, nicht die des ZDF oder der Filmproduktion. Sie gehören auch keinem Schauspieler und keiner Schauspielerin.“

Internationale Karriere statt weiterer ZDF-Krimis
Für Christiane Paul ging es nach ihrem Abschied beruflich erfolgreich weiter. Die Schauspielerin war bereits während ihrer Zeit bei den „Ostfrieslandkrimis“ in verschiedene internationale Produktionen eingebunden.
Unter anderem spielte sie in der US-Serie „Counterpart“ mit. Später folgten Auftritte in „Parlament“ und eine größere Rolle als Europol-Agentin Katrin Jaeger in „FBI: International“. Auch im Kino blieb sie präsent.
Eine ausdrückliche öffentliche Erklärung von Christiane Paul zu den genauen Gründen ihres Ausstiegs ist nicht bekannt. Ihre weiteren beruflichen Verpflichtungen könnten jedoch eine Rolle gespielt haben.
3sat wiederholt „Ostfriesenblut“ mit Christiane Paul
Fans können sich aber auf einen Film mit Christiane Paul freuen: Der Sender 3sat wiederholt den Krimi „Ostfriesenblut“ am 25. November 2026 um 23.15 Uhr. Und darum geht’s: Ein Unbekannter legt Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen eine weibliche Leiche auf die Fußmatte ihres ostfriesischen Einfamilienhauses. Und sie bleibt nicht das einzige Opfer. Bei der Toten handelt es sich um eine alte Frau, die der Täter elendig verdursten ließ. Immer tiefer zieht der psychopathische Killer die Kommissarin in sein perfides Spiel hinein, dessen Regeln sie noch nicht einmal kennt. Das Team um Ann Kathrin Klaasen arbeitet fieberhaft. Worin liegt die Verbindung der Opfer? Warum mussten sie sterben, und warum sind die Opfer alle im Rentenalter?


















































