In der SAT.1-Doku „Wie geht’s, Deutschland?“ hat Paul Ronzheimer die Migrations-Wende beleuchtet. Der Journalist ist dabei auf eine syrische Großfamilie gestoßen, welche mehr als 100 Straftaten beging – aber vom Amt monatlich 10.000 Euro erhielt.
Knallhart zurückweisen, mehr abschieben – die Bundesregierung hat 2025 ein klares Ziel formuliert: die sogenannte Migrations-Wende. Ronzheimer zieht erste Bilanz und macht den Test: Wie schwer ist es inzwischen, mit einem Transporter über die Grenze zu fahren? Was ist mit integrierten, berufstätigen Zuwanderern, die plötzlich ausgewiesen werden? Wo steht Deutschland bei der Migrations-Wende?
Paul Ronzheimer fragte sich in seiner Doku: Warum läuft die Migration in Deutschland so ungerecht ab? Der 19-jährige Sidad aus dem Irak ist ein Musterbeispiel für gelungene Integration: Er spricht fließend Deutsch, spielt Fußball bei Eintracht Stadtallendorf (Hessen) und hat einen Ausbildungsplatz beim Uniklinikum Marburg. Trotzdem drohte ihm die Abschiebung. Paul Ronzheimer will verstehen, warum jemand wie Sidad Deutschland verlassen soll und gleichzeitig eine schwerkriminelle Großfamilie aus Syrien viel zu lange nicht ausgewiesen wurde.
Syrische Großfamilie begeht mehr als 100 Straftaten
Die syrische Großfamilie H. hat mehr als 100 Straftaten begangen – von Erpressung, versuchtem Totschlag bis hin zu Diebstahl. Sechs Mitglieder waren bereits im Gefängnis. „Schiebt der Staat die Falschen ab? Denn gleichzeitig leben schwerkriminelle Geflüchtete seit Jahren im Land, weil Abschiebungen nicht möglich sind. Eine syrische Großfamilie hatte über 160 Delikte zu verantworten und lebte trotzdem jahrelang in Stuttgart“, fragt Paul Ronzheimer in seiner SAT.1-Doku.
Am 30. Juni 2024 sorgte eine Straftat deutschlandweit für Schlagzeilen: Die drei Brüder Mohammed (23), Khalil (17) und Jamil (27) haben auf einen Passanten eingestochen. Bei der Attacke wurde das Opfer lebensgefährlich verletzt. In der Doku trifft Paul Ronzheimer den Vermieter der Großfamilie und zeigt vor den Kameras, wie sie das Haus zurückgelassen haben. Die Miete kam jedoch immer pünktlich, denn diese wurde vom Jobcenter überwiesen. Insgesamt hat die Familie rund 10.000 Euro im Monat erhalten: Jede Person hat rund 470 Euro bekommen, zudem wurde die Miete von circa 2.000 Euro übernommen.
„Dass die Familie Deutschland verlassen hat, ist einem 50-köpfigen Sonderstab zu verdanken“, erzählt Paul Ronzheimer. Der Sonderstab für gefährliche Ausländer habe versucht, der Familie den Aufenthalt in Deutschland so unattraktiv wie möglich zu machen – zumindest dann, wenn sie freiwillig das Land nicht verlässt. So habe man immer wieder die Sozialleistungen überprüft. „Die Strategie der 1000 Nadelstiche hat schließlich gefruchtet“, sagt ein Ermittler, welcher unerkannt bleiben will.

















































