Ein Kunstflieger begeisterte die letzten zwei Jahre die Besucher auf dem Oktoberfest und zauberte ein Herz an den Wiesn-Himmel. Doch darauf müssen die Münchner in diesem Jahr wohl verzichten.
In den vergangenen zwei Jahren malte ein Kunstflieger zum Oktoberfest-Start ein Herz an den Münchner Himmel. Doch diese Tradition fällt in diesem Jahr aus. Der Grund? Der Flugzeugmotor des Fliegers ist kaputt. Der amerikanische 280-Kilo-Koloss ist immer noch in der Werkstatt in den USA.
In diesem Jahr gibt es kein Oktoberfest-Herz am Himmel
„Es wird wohl erst Ende Oktober. […] Ich will das Herz mit keiner anderen Maschine fliegen. Das Flugzeug ist eine echte Münchnerin. Ein anderes wäre kein Ersatz“, sagt Pilot Sascha Odermann in der Bild-Zeitung.
Sascha Odermann sagt weiter: „Die Maschine ist eine komplette Eigenentwicklung. Sie hat, für einen Kunstflieger wichtig, einen hohen Leistungsüberschuss. Dabei kann sie aber auch sehr langsam fliegen. Das ist wichtig, weil sie sonst auf dem Flugplatz in Königsdorf bei München immer die Segelflieger hochzieht.“
Die Maschine wird von ihm gemeinsam mit dem Verein Akaflieg München gewartet – einer studentischen Forschungsgruppe an der Technischen Universität München.
Das Flugzeug ist einzigartig: Am Steuerknüppel ist ein Knopf für Spezialeffekte verbaut. Wenn dieser gedrückt wird, wird Nebel aus der Maschine geblasen – und dann entsteht das Herz am Oktoberfest-Himmel. „Das Herz entsteht in drei Kilometern Höhe, hat einen Durchmesser von etwa zwei Kilometern. […] Ich fliege es in zwei Runden. Die Maschine kann so schön langsam fliegen, dass sie einen dicken Strich am Himmel erzeugt.“ Das Kunstwerk ist rund fünf Minuten am Himmel zu sehen.
Weiter sagt er über das Herz: „Ich empfinde es als wunderschön, dass es nach nur zwei Jahren schon eine richtige Oktoberfest-Tradition ist.“ Doch genau darauf müssen die Besucher in diesem Jahr verzichten. Das Fliegen ist die größte Leidenschaft von Sascha Odermann. Er ist deutscher Meister im Motorkunstflug, Pilot bei der Lufthansa und Hauptflugleiter beim Segelflugzentrum Königsdorf. Für seine Wiesn-Überraschung benötigte er in den vergangenen beiden Jahren eine Sondergenehmigung der Deutschen Flugsicherung, denn während der Wiesn gilt aus Sicherheitsgründen rund ums Oktoberfest in einem Umkreis von 5,5 Kilometern ein Flugverbot.


















































