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Feldhamster vom Aussterben bedroht

Wissen

Dieses süße Haustier ist vom Aussterben bedroht

iStock / Stefan Rotter

Der Feldhamster war vor einigen Jahren noch eine richtige Plage – heute ist er vom Aussterben bedroht. Und das, obwohl er als super beliebtes Haustier gilt. Seit den 1950er Jahren ist er von seiner Zahl um 99 Prozent zurückgegangen. Nun steht er auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten.

Damit hätte früher wohl niemand gerechnet. Eins der beliebtesten deutschen Haustiere ist vom Aussterben bedroht. Das geht aus der Roten Liste gefährdeter Tier- und Pflanzenarten der Weltnaturschutzunion (IUCN) hervor.

Traurige Prognose für den Nager

Man hatte immer gedacht, es gebe noch genug Feldhamster in Russland oder anderen osteuropäischen Ländern, die die Art erhalten. Doch das war ein falscher Trugschluss. Zwar wurde der Feldhamster streng geschützt und auf die Erhaltung geachtet, doch hatte man ihn bei der IUCN als „nicht gefährdet“ eingestuft. Nun gibt es eine neue Prognose – und die sieht nicht gut aus. ,,Wenn sich nichts ändert, wird der Feldhamster in den nächsten 30 Jahren aussterben, so die Weltnaturschutzunion. Auch die Feldhamster-Expertin Stefanie Monecke von dem Institut für Medizinische Psychologie an der Universität München äußerte sich zu dem Problem. So sagte sie gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: ,,Wie sich herausgestellt hat, reicht die Katastrophe bis nach Sibirien.“

Warum der Hamster für uns so wichtig ist

Feldhamster sind nicht nur für die Natur super wichtig – sondern auch für uns. Denn: ,,Sie sind in eine riesige Nahrungskette eingebunden“, so Monecke. Das bedeutet, dass die Natur aus dem Gleichgewicht geraten kann, wenn solche Ketten unterbrochen und nicht repariert werden. Manche Tierarten haben dann keinen natürlichen Feind mehr und breiten sich wie eine Plage aus. Beispielsweise haben es Raubvögel bei der Nahrungssuche viel schwerer, wenn es kaum noch Nagetiere gibt. Sie müssten dann öfter fliegen und ihr Lebensanpassungen könnte es komplett durcheinander bringen. Erst Anfang Juli wurden vom Europäischen Gerichtshof dem kleinen Tierchen mehr Rechte eingeräumt. So dürften Bauten, die zwar verlassen sind, aber vielleicht bald wieder bewohnt werden, nicht zerstört werden. Damit hofft man, dass sich die kleinen Nager wieder vermehren und später wieder von der Roten Liste verschwinden.

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