Josh Newbury habe lange gebraucht, um zu verstehen, was ihm damals passiert sei! Der Parlamentsabgeordneter in Großbritannien gab an, vor fast zehn Jahren nach einem Kneipenbesuch vergewaltigt worden zu sein.
Josh Newbury sagte während einer Debatte zum Internationalen Männertag, er sei in einer ihm unbekannten Stadt ausgegangen und nach einem Blackout im betrunkenen Zustand in seinem Hotelzimmer neben einem anderen Mann aufgewacht, wie die BBC berichtet.
Mit Freunden war Josh Newbury in einer anderen Stadt unterwegs. „Ich habe sehr darauf geachtet, es nicht zu übertreiben“, erklärte der Politiker. Nach einer langen Nacht habe er die Gruppe jedoch verloren. Er sei danach alleine unterwegs gewesen und hatte Spaß in einigen Bars.
Politiker Josh Newbury offenbart zum Männertag eigene Vergewaltigung
Am nächsten Morgen wachte der Politiker mit extremen Kopfschmerzen im Hotel auf. Zunächst dachte er, dass er einen Kater hatte. Ein Mann war mit ihm auf dem Zimmer – dieser sagte zu ihm: „Er habe eine tolle Nacht gehabt, aber ich hätte es übertrieben.“ Zunächst wollte Josh Newbury schlafen. Erst deutlich später habe der Politiker realisiert, was genau passiert sei, als er von der Person eine SMS bekam: „In den folgenden Tagen erhielt ich ständig SMS von diesem Mann, in denen er zunächst nur fragte, ob es mir gut gehe. Dann aber wiederholt fragte, woran ich mich erinnere und kommentierte, dass ich ein ‚toller F*ck‘ sei.“
„Er hatte mir wiederholt gesagt, wie weggetreten ich gewesen sei – wie hätte ich also jemals zustimmen können?“, so der Politiker. Er bezog das auf die Zustimmung für Geschlechtsverkehr. An den Abend kann er sich nicht mehr erinnern und hatte einen Filmriss – er hat auch keine Erinnerung mehr daran, wie er überhaupt in das Hotel gekommen sei.
Ihm wurde dann erst klar, dass er Opfer einer Vergewaltigung wurde! Dass er seine Geschichte öffentlich erzählt, habe vor allem einen Grund: „Ich möchte heute klar sagen, dass kein Opfer jemals das Gefühl haben sollte, sich in eine Hierarchie einordnen zu müssen oder sich zu schämen.“
„Diejenigen, die so etwas einem anderen Menschen antun, sollten sich schämen“
Schließlich stellt er noch klar: „Diejenigen, die so etwas einem anderen Menschen antun, sollten sich schämen, und ich hoffe, dass wir ein Klima schaffen können, in dem Männer den Mut haben, darüber zu sprechen und Gerechtigkeit zu suchen, auch wenn es ein schwieriger Weg ist.“ Er selbst habe das nie zur Anzeige gebracht, aber den Kontakt zu diesem Mann umgehend abgebrochen. „Es ist ein seltener Moment, eine so mutige Rede zu hören“, sagte Gesundheitsminister Wes Streeting später in der Debatte.
HINWEIS DER REDAKTION | Bist du selbst von sexueller Gewalt betroffen, findest du Hilfe unter der kostenlosen Hotline 08000 – 116 016 oder unter www.hilfetelefon.de. Einen Überblick über alle Beratungsstellen gibt es auf der KUKKSI Hilfeseite.










































