In einer neuen Folge von „Hartes Deutschland – Leben im Brennpunkt“ geht es um Julian. Der 22-Jährige greift zu Kokain – genau wie sein Vater. Unterdessen berichtet Zweifach-Mama Sabine über ihre Erfahrungen mit Freiern.
Dortmund, Essen und Bochum sind längst bekannt für ihre harten Drogenszenen. Suchtkranke Menschen konsumieren oder betteln in Fußgängerzonen und Bahnhöfen der Ruhrgebiets-Städte. Weniger sichtbar sind Eltern, Kinder und Partner der Abhängigen. Die zerstörerische Kraft von Substanzen wie Heroin und Crack kann Beziehungen und ganze Familien zerstören.
Darum geht es in der neuen Folge von „Hartes Deutschland“
Sandy aus Bochum hat keine Angehörigen mehr, die ihr helfen können. Ihr Vater stirbt, als Sandy acht Jahre alt ist. Seit dem Tod ihrer Mutter vor zwei Jahren, versucht die 25-Jährige, Trauer und Einsamkeit mit Crack zu betäuben. Als einziges „Familienmitglied“ bleibt der gelernten Altenpflegerin noch ihre Hündin Mia mit der sie in einer Mietwohnung in Bochum lebt. Doch die Hündin ist alt und krank. Stirbt sie, bleiben Sandy aus der Zeit vor ihrer Sucht nur noch Erinnerungen.
Julian wollte eigentlich nie zu Kokain greifen. Schon sein Vater konsumierte die Droge und starb, als Julian noch ein Kind war. Jetzt nimmt der 22-jährige das Rauschmittel selbst. In seiner Heimatstadt Bochum findet er nachmittags keinen Dealer mehr. Von starkem Suchtdruck geplagt, fährt Julian mit der Bahn fast täglich in die Nachbarstadt Essen. Unter einem Einkaufszentrum hat sich dort eine Parallelwelt aus Dealern und Drogenkonsumenten etabliert.
Auch Monique und ihr Freund Fatih (23) leben in Bochum und pendeln mehrmals am Tag wegen der Drogen ins benachbarte Essen. Ein aufreibendes Leben, das Monique hinter sich lassen möchte. Die 21-jährige konsumiert seit vier Jahren Heroin und möchte jetzt erstmals entgiften – ohne ihren Freund. Der kann nicht auf einen Therapieplatz hoffen, weil er nicht krankenversichert ist.
Ganz auf sich allein gestellt versucht Ally in Dortmund, ihre Heroinabhängigkeit und Crack-Sucht zu überwinden. Täglich braucht die 18-jährige viel Geld für Drogen. Nach Jahren der Obdachlosigkeit hat sie endlich eine Unterkunft bei einem Bekannten bekommen. Doch wie lange sie in der Wohnung bleiben darf, ist völlig ungewiss.
Sabine verbringt den Winter in einem Zelt, unweit der Drogenszene am Dortmunder Nordmarkt. In 20 Jahren Obdachlosigkeit hat sich die zweifache Mutter ein dickes Fell zulegen müssen. Der Kontakt zu ihren Kindern besteht nicht mehr. Die 46-jährige konsumiert Heroin und Kokain, prostituiert sich notgedrungen und berichtet von ihren Erfahrungen mit Freiern.
Der 48-Jährige Frank darf nach einem Rückfall mit Kokain und dem Rauswurf aus der Therapieklinik wieder bei Mutter und Vater in Dortmund wohnen. Doch das elterliche Asyl dient nur als Übergangslösung. Der gelernte Tischler muss ins Gefängnis. Seine Eltern fragen sich, wie lange sie ihren Sohn noch unterstützen können.
RTLZWEI zeigt die neue Folge von „Hartes Deutschland – Leben im Brennpunkt“ am 24. November 2025 um 20.15 Uhr.
HINWEIS DER REDAKTION | Die Sucht & Drogen Hotline ist unter der Telefonnummer 01806 313031 zu erreichen. Sie bietet telefonische Beratung, Hilfe und Informationen durch erfahrene Fachleute aus der Drogen- und Suchthilfe. An die Sucht & Drogen Hotline können sich sowohl Menschen mit Suchtproblemen als auch deren Angehörige, Freunde oder Kollegen wenden. Das Angebot ist kostenpflichtig: 0,20 € pro Anruf aus dem deutschen Festnetz und aus dem Mobilfunknetz. Hilfe findest du auch bei den Suchtberatungsstellen bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.










































