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„Hartes Deutschland“: Seit 14 Jahren heroinabhängig – Nadja hatte schon 20 Entgiftungen

Nadja aus "Hartes Deutschland"
RTLZWEI

Nadja aus der RTLZWEI-Sozialdoku „Hartes Deutschland“ ist seit 14 Jahren schwerstabhängig und konsumiert Heroin. Die 40-Jährige kam durch den Konsum von Partydrogen auf die schiefe Bahn und nimmt derzeit an einem Programm zur kontrollierten Heroinabgabe unter ärztlicher Aufsicht teil.

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Das Frankfurter Bahnhofsviertel ist rund 54 Hektar groß. Im Schatten der Skyline, wo die europäische Finanzwelt zu Hause ist, befindet sich einer der härtesten Drogenhotspots des Landes. Rund 40 dauerhaft obdachlose Drogenabhängige zählt die Stadt – offiziell. Ein Blick auf den Alltag im berüchtigten Frankfurter Bahnhofsviertel lässt daran zweifeln. RTLZWEI zeigt am Samstagabend eine alte Folge der Sozialdoku „Hartes Deutschland – Leben im Brennpunkt“.

Nadja erhält unter ärztlicher Aufsicht synthetisches Heroin

Seit 2003 erhalten Schwerstabhängige in Frankfurt unter kontrollierter Abgabe und ärztlicher Aufsicht synthetisches Heroin. Eine, die an diesem Programm teilnimmt, ist Nadja. Die 40-Jährige hält einen längeren Entzug von der Droge kaum aus. Als Nadja und Sarah in der Folge eine Crack-Pfeife vorbereiten, taucht plötzlich die Polizei auf. „Manchmal tauchen die wie aus dem Nichts auf und als wir den aus der Folie ausgepackt haben, standen sie plötzlich neben uns. Wir haben aber Glück gehabt.“

Der Drogenkonsum bleibt nicht ohne Folgen. Denn Nadja hat sich mit Hepatitis C infiziert. „Ich rufe einen Arzt an, denn ich habe mich leider mit Hepatitis C angesteckt, weil ich mich an der Nadel von Sarah gepiekst habe. Da möchte ich mich unbedingt behandeln lassen. Ich wollte die Kappe auf die Nadel stecken und bin abgerutscht“, erklärt sie in der Folge von „Hartes Deutschland“.

Die gelernte Friseurin und ehemalige Barchefin ist seit 14 Jahren abhängig von Heroin, in die Sucht geriet sie durch Partydrogen. Mittlerweile hat sie zwanzig Entgiftungen zumindest angefangen, die Hälfte davon allerdings abgebrochen.

Um Diamorphin, das synthetische Heroin, zu erhalten, gibt es neben dem Mindestalter von 23 Jahren strenge Voraussetzungen: Man muss mindestens fünf Jahre lang abhängig sein, unter schwerwiegenden somatischen und psychischen Störungen leiden und mindestens zwei Entgiftungen und eine sechsmonatige Therapie absolviert haben.

Für die Abhängigen soll so ein würdevolles Leben ermöglicht werden, in dem sich nicht alles auf den Suchtdruck zentriert. Die Realität sieht anders aus, denn vielen reicht das Diamorphin nicht – sie nehmen auch weitere Drogen und setzen sich den Risiken eines gefährlichen Mischkonsums aus.

RTLZWEI zeigt „Hartes Deutschland – Leben im Brennpunkt“ am 27. September 2025 um 23.15 Uhr.

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