Frankreich steht unter Schock! Der Streamer Jean Pormanove ist vor laufenden Kameras gestorben. Nun meldet sich seine Schwester zu Wort – für sie ist der Tod ihres Bruders kaum ertragbar.
Jean Pormanove soll stundenlang von anderen Streamern gedemütigt, misshandelt und gefoltert worden sein. Dann stirbt er im Livestream, während die Zuschauer zusehen.
Einen Namen machte er sich mit „Challenges“, bei denen er sich Schmerzen zufügen ließ. In den Clips haben zwei Männer auf ihn eingeschlagen und gewürgt. Was freiwillig begann, soll später gegen den Willen des 46-Jährigen passiert sein. Laut Zuschauern habe Jean Pormanove einen Erstickungsanfall erlitten.
Einer der Männer habe dann den Tod seines „Mitstreiters“ verkündet. Zu sehen waren die Misshandlungen auf mehreren verschiedenen Social-Media-Kanälen, aber vor allem auf der australischen Plattform „Kick“. Durch diese Gewalt-Inszenierungen sollen Jean Pormanove und seine Kollegen laut Medienberichten mehrere tausend Euro im Monat verdient haben.
„Was er durchgemacht hat, ist inakzeptabel“
Nun hat sich auch seine Schwester zu Wort gemeldet, welche den Tod ihres Bruders als „unerträglich“ bezeichnet. Sie glaubt, dass er an Erschöpfung gestorben sei. „Ich war sehr, sehr stolz auf das, was aus meinem Bruder geworden ist“, erklärte seine Schwester im französischen Hörfunksender RTL. Den Livestream habe sie nicht angeschaut, da sie die Szenen nicht ertragen konnte: „Er hätte nicht so sterben sollen. […] Was er durchgemacht hat, ist inakzeptabel.“
Um die Todesursache genau ermitteln zu können, hat die Staatsanwaltschaft Nizza ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Zahlreiche Videos und Geräte seien beschlagnahmt worden – „insbesondere um die Ereignisse aufzuklären, die sich vor dem Tod abgespielt haben und möglicherweise dazu beigetragen haben“, heißt es in einem Statement.
„Die Gewalt, die er erlitten hat, sind absolut schrecklich“
Auch in der Politik ist die Empörung riesig. „Der Tod von Jean Pormanove und die Gewalt, die er erlitten hat, sind absolut schrecklich“, schrieb Frankreichs beigeordnete Ministerin für Digitalisierung und KI, Clara Chappaz. Die Online-Plattform trage die Verantwortung für die Verbreitung illegaler Inhalte. Die Ministerin kündigte eine strafrechtliche Untersuchung an.


















































