Unter dem Motto „Nie wieder still!“ fand am Samstag der Christopher Street Day in Berlin statt. Hunderttausende Menschen beteiligten sich an der Parade – darunter waren zahlreiche Promis. So mischten auch Micaela Schäfer und Julian F.M. Stoeckel die Pride in der Hauptstadt auf.
Mit rund 80 Trucks und mehr als 100 Gruppen führte der Zug vom Leipziger Platz über den Potsdamer Platz bis zum Brandenburger Tor. Auch zahlreiche Promis waren bei der größten Pride des Landes anwesend – so auch Micaela Schäfer, Julian F.M. Stoeckel sowie sein Freund Marcell Damaschke. Bevor es auf den Truck der Sicherheitsfirma B.E.S.T. ging, gaben die Reality-Stars noch fleißig Autogramme und machten Bilder mit Fans. Zudem posierten die drei Reality-Stars eine halbe Stunde vor Beginn der Pride noch für Fotografen.

Vor Pride-Beginn machten Micaela Schäfer und Julian F.M. Stoeckel noch Bilder mit Fans und gaben Autogramme — Foto: KUKKSI
„Neben der Venus oder Olivias Sommerfest ist der CSD einer der wenigen Pflichttermine im Jahr. Da muss ich einfach immer dabei sein, da es auch ein wichtiges Thema ist“, sagt Micaela Schäfer auf dem CSD im exklusiven Interview mit KUKKSI. Jedoch meint das Erotikmodel auch: „Wir sind in Deutschland sehr weit, aber trotzdem gibt es einfach immer noch Missstände. Es müsste absolut normal werden – es dürfte keinen jucken, wie man aussieht oder wen man liebt. Davon sind wir noch etwas weit entfernt. Und deshalb finde ich es großartig, dass wir hier friedvoll beim CSD demonstrieren.“
Auch Reality-Star Marcell Damaschke ist von der Stimmung auf dem CSD begeistert: „Es ist sehr schön hier. Der CSD ist nur einmal im Jahr und deshalb sollte man das genießen. Es ist krass, dass Leute von überall herkommen und hierher reisen.“

Julian F.M. Stoeckel, Marcell Damaschke und Micaela Schäfer auf dem Wagen des Unternehmens B.E.S.T. – Foto: KUKKSI
Zuletzt gab es jedoch immer wieder Kritik, dass es beim CSD vor allem um Alkohol und Sex geht. Dazu sagt der Freund von Julian F.M. Stoeckel zu KUKKSI-Reporter Oliver Stangl: „Ich sehe es mittlerweile auch so, dass eher Saufen und Bumserei im Vordergrund steht. Bei uns war mal in Wittenberge der CSD und dort kämpften die Leute darum, geliebt zu werden und frei zu sein. In Berlin habe ich jedoch das Gefühl, dass jeder am schönsten sein will und es ist praktisch ein Konkurrenzkampf. Ich habe den Eindruck, dass die Leute hier denken, ‚wenn du nicht schön bist, wirst du ausgegrenzt‘. Dieses Gefühl hatte ich in Wittenberge überhaupt nicht, wo der Zusammenhalt sehr groß war. Und das vermisse ich hier manchmal in Berlin.“

KUKKSI-Reporter Oliver Stangl ging selbst zum CSD – und traf davor noch Micaela Schäfer und Julian F.M. Stoeckel zum Interview – Foto: KUKKSI
Und auch Julian F.M. Stoeckel sieht es so ähnlich: „Vor 10 oder 20 Jahren ging es den Leuten noch etwas mehr um Inhalt. Inzwischen hat man aber auch das Gefühl, dass die Gesellschaft nicht mehr so tiefgründig ist. Ich glaube, gerade in Berlin geht es vor allem um Party und Sex. Ich wünsche mir natürlich, dass es den Menschen um was geht.“
„Es ist toll, dass es so viele bunte und queere Menschen gibt“
Zumindest diesen Aspekt sieht Micaela Schäfer etwas anders. Denn die Leute sollen Spaß haben – solange die Botschaft dennoch ankommt: „Es ist keine 0815-Demonstration und hier ist alles anders. Es ist toll, dass es so viele bunte und queere Menschen gibt. Wir trinken auch gerne einen – das ist legal. Vögeln ebenfalls. Also tun wir das einfach. Ich finde das absolut in Ordnung, denn die Message kommt ja trotzdem rüber. Ich sehe hier auch nicht überall besoffene und vögelnde Leute. Der CSD ist die geilste Demo, die es gibt“, meint die Nacktschnecke.

Fototermin kurz vor der Parade – Foto: KUKKSI | Oliver Stangl
Micaela Schäfer war schockiert, als sie von einer Gegendemo von Neonazis erfahren hat. „Ich war total schockiert, als ich erfahren habe, dass es eine Gegendemo von Neonazis geben soll. Ich finde das unmöglich. Das darf eigentlich gar nicht sein, dass jemand gegen eine so gute Sache eine Gegendemo machen darf. Ich finde das sehr traurig, aber wir lachen das einfach weg“, meint sie zu KUKKSI.

















































