Ein maskierter Killer, brutale Morde und unheimliche Telefonanrufe: Der Horror-Klassiker „Scream“ sorgt seit 1996 für Gänsehaut. Doch was viele nicht wissen: Hinter dem berühmten Film steckt eine wahre Kriminalgeschichte! Eine grausame Mordserie in den USA inspirierte Drehbuchautor Kevin Williamson zu seinem legendären Horrorstreifen.
Mit seiner schwarzen Kutte, der weißen Maske und einem Messer wurde Ghostface zu einer der bekanntesten Horrorfiguren überhaupt. In „Scream“ verbreitet der Killer in der fiktiven Kleinstadt Woodsboro Angst und Schrecken. Doch die Idee für den Film entstand nicht ausschließlich in der Fantasie der Macher.
„Scream“: Eine brutale Mordserie versetzte eine ganze Stadt in Angst
Im August 1990 wurde die amerikanische Universitätsstadt Gainesville in Florida von einer grausamen Mordserie erschüttert. Innerhalb weniger Tage wurden fünf Studierende getötet. Hinter den Verbrechen steckte Danny Rolling, der später als „Gainesville Ripper“ bekannt wurde.
Die Morde sorgten landesweit für Entsetzen. Viele Studierende hatten Angst, ihre Wohnungen zu verlassen. Besonders die Vorstellung, dass ein Killer nachts in Häuser eindringen könnte, versetzte die Menschen in Panik. Vier Jahre später beschäftigte sich die Fernsehsendung „Turning Point“ mit dem Fall. Auch Drehbuchautor Kevin Williamson verfolgte die Dokumentation – und bekam eine Idee.
Ein offenes Fenster wurde zum Albtraum
Während Kevin Williamson allein im Haus eines Freundes war, bemerkte er plötzlich ein geöffnetes Fenster. Er konnte sich nicht daran erinnern, es selbst geöffnet zu haben. Nach der Dokumentation über den Serienmörder wurde ihm mulmig. Er griff zu einem Küchenmesser und telefonierte mit einem Freund, während er das Haus kontrollierte.
Wie die britische Zeitung „The Independent“ berichtet, wurde dieses Erlebnis zu einer wichtigen Inspiration für „Scream“. Daraus entwickelte Williamson unter anderem die berühmte Anfangsszene, in der die von Drew Barrymore gespielte Casey Becker durch mysteriöse Anrufe terrorisiert wird.

Was ist an „Scream“ wirklich wahr?
Obwohl die Mordserie von Gainesville den Film inspirierte, basiert die Handlung nicht direkt auf den tatsächlichen Verbrechen. Die Figuren, die Kleinstadt Woodsboro und die Hintergründe der Morde sind frei erfunden.
Auch das „Smithsonian Magazine“ beschäftigte sich mit den realen Einflüssen auf den Horror-Klassiker. Demnach griff Kevin Williamson die Angst vor einem unbekannten Täter auf und entwickelte daraus eine eigenständige Geschichte. Danny Rolling wurde 1994 wegen der fünf Morde zum Tode verurteilt und im Oktober 2006 hingerichtet.
Als „Scream“ im Dezember 1996 in die amerikanischen Kinos kam, wurde der Film ein riesiger Erfolg. Regisseur Wes Craven kombinierte Horror mit schwarzem Humor und schuf damit einen modernen Klassiker. Zahlreiche Fortsetzungen folgten – und Ghostface wurde zu einer der beliebtesten Gruselfiguren an Halloween.


















































