Zum Davidstern-Skandal hat sich Gil Ofarim im Dschungelcamp nicht geäußert. Dafür hat sich der Musiker jedoch bei den Bürgern von Leipzig entschuldigt. Doch die Stadt tut sich schwer damit, die Entschuldigung zu akzeptieren.
„Es gibt den Gil hier im Camp und den Gil draußen“, erklärte Stephen Dürr (51) vor einigen Tagen bei „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“. Dann spricht Stephen den Gil „von draußen“ an, der Stephen beschäftigt habe – auch wegen seines eigenen Netzwerks in Leipzig bis hinein in das betroffene Hotel. „Das war alles sehr bedrückend“, sagt er und betont den Kontrast zwischen dem, was man von außen gehört habe, und dem Gil, der nun hier sei.
Er akzeptiere die Verschwiegenheitserklärung, meint aber: „Eine Entschuldigung für diese ganze Thematik kann darin nicht ausgeschlossen werden.“ Das Schweigen sei für viele „sehr unbefriedigend“. Sein Wunsch an Gil: „Dass du nach vorne trittst und sagst ‚Das ist scheiße gelaufen‘. Ich nehme die Kritik an – und dann wird das alles auch wieder abebben.“
Gil Ofarim entschuldigt sich bei den Bürgern von Leipzig
Im Dschungeltelefon zeigte sich Gil Ofarim nachdenklich und entschuldigte sich bei den Bürgern von Leipzig: „Was mir wichtig ist, zu sagen: Der Vorfall ereignete sich in Leipzig, hatte aber nie etwas mit der Stadt Leipzig, mit dem Bundesland Sachsen zu tun.“ Und weiter: „Wenn das so rübergekommen ist, dann möchte ich mich entschuldigen bei den Bürgern von Leipzig und allen, die sich angesprochen fühlen in Sachsen. Das tut mir leid, das wollte ich nicht.“
Die Stadt meldet sich zu Wort: „Es fällt schwer, sie zu akzeptieren“
Auch die Stadt Leipzig hat sich jetzt zu Wort gemeldet. „Die Stadt nimmt die Entschuldigung zur Kenntnis. Aber es fällt schwer, sie zu akzeptieren. Es geht bei diesem Fall ja nicht um eine versehentlich missverständliche Aussage, sondern das Ziel war von Beginn an, mit einer Falschnachricht möglichst viel Aufmerksamkeit zu erreichen. Dass jemand dies mit dem sensiblen Thema Antisemitismus versucht, war bis dato nicht vorstellbar“, sagt Stadtsprecher Matthias Hasberg auf KUKKSI-Nachfrage.
Rückblick: Im Oktober 2021 meldete sich der Sänger in einem Video vor einem Hotel in Leipzig und behauptete, ein Hotelmitarbeiter habe ihn dort wegen seiner Davidstern-Kette antisemitisch diskriminiert. Später stellte sich jedoch heraus: Gil Ofarim hatte die Vorwürfe frei erfunden. Gegen eine Zahlung wurde das Verfahren eingestellt und der Musiker wurde nicht verurteilt.















































