Leben

Immer nachts aufs Klo? Das Handy könnte daran Schuld sein

Toilette
iStock / Ake Ngiamsanguan

Viele Menschen müssen nachts auf die Toilette. Der nächtliche Harndrang kann mit der Nutzung des Smartphones zusammenhängen – zumindest geht das aus einer Studie hervor. Aber was steckt wirklich dahinter?

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Man hat sich in die Decke eingekuschelt, seine Schlafposition eingenommen und schließt die Augen – und dann das: Plötzlich drückt die Blase! Mit diesem Szenario haben zahlreiche Menschen zu kämpfen. Das nächtliche Wasserlassen kann nervig sein. Das mag zunächst skurril klingen: Das Handy könnte daran Schuld sein, wenn man nachts oft auf die Toilette muss.

Handy könnte laut Studie für nächtlichen Harndrang verantwortlich sein

Besonders junge Menschen müssen nachts ihre Blase entleeren. Das kann laut einer Studie der Universität Wenzhou in China mit dem modernen Lebensstil zusammenhängen, wie Deutschlandfunk Nova berichtet. Insbesondere die Bildschirm-Zeit am Abend, wie beispielsweise das Handy oder Streaming über den Fernseher, spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Das Ergebnis: Menschen mit einer hohen Bildschirmzeit haben ein um 48 Prozent höheres Risiko, an Nykturie, also dem regelmäßigen Wasserlassen, zu erkranken. Mit einer hohen Bildschirmzeit sind fünf oder mehr Stunden pro Tag gemeint.

Demnach geht eine lange Nutzung des Smartphones mit einem erhöhtem Flüssigkeitskonsum einher – und genau deshalb will die Blase nachts entleert werden. Dazu kommen auch noch einige Risikofaktoren hinzu – dazu zählen beispielsweise der Konsum von Alkohol oder Zigaretten sowie Bewegungsmangel.

Mit diesen Tricks muss man nachts weniger auf die Toilette

Wenn man nachts öfter herausmuss, ist es sinnvoll, abends weniger zu trinken oder den Serienmarathon sowie die Benutzung des Handys etwas früher zu beenden. Zudem sollte man vor dem Schlafengehen auf Alkohol oder Kaffee verzichten – vor allem Letzteres macht nicht nur die Blase voll, sondern aufgrund des Koffeins auch wach. Auch auf Lebensmittel mit einem hohen Wassergehalt sollte man lieber verzichten – dazu zählen beispielsweise Spargel oder Wassermelone. Den Harndrang kann auch eine salzarme Ernährung vermindern.

Welche medizinischen Ursachen kann nächtlicher Harndrang haben?

Ein nächtlicher Harndrang kann auch medizinische Ursachen haben. Dahinter könnte ein Harnwegsinfekt stecken – das sollte jedoch umgehend von einem Arzt untersucht werden. Das macht sich mit einem Brennen beim Urinieren bemerkbar. Auch Diabetes mellitus kann ein Faktor sein. Denn ein erhöhter Blutzucker führt zu mehr Durst – durch die hohe Aufnahme an Flüssigkeit ist die Blase voll, die sich später entleeren will. Nächtlicher Harndrang kann auf Probleme im Bereich des Herzens zurückzuführen sein. Aber auch Medikamente und psychische Belastungen können zu einer überaktiven Blase führen.

Wie oft ist es normal, nachts auf die Toilette zu gehen?

Es ist normal, ein- bis maximal zweimal pro Nacht auf die Toilette zu gehen. Wer regelmäßig häufiger als zweimal während der Schlafenszeit zur Toilette muss, sollte die Ursache von einer Ärztin oder einem Arzt abklären lassen, wie Urologin Professor Dr. Daniela Schultz-Lampel, die Direktorin des Kontinenzzentrums Südwest am Klinikum Schwarzwald-Baar in Villingen-Schwenningen, gegenüber der Pharmazeutischen Zeitung erklärt.

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