Die Linke kritisiert die Ausgaben für das Styling von Friedrich Merz. Dabei gerät vor allem die Frisur des Bundeskanzlers ins Visier. Das Kanzleramt hat in vier Monaten dafür nämlich über 12.000 Euro ausgegeben.
Mal wieder sind die Haare von Friedrich Merz ein Thema. Es geht dabei vor allem um die Stylingkosten des Bundeskanzlers – diese kritisiert die Linke in einem Post in den sozialen Netzwerken. Und diese gehen ordentlich ins Geld: Das Kanzleramt hat mehr als 12.000 Euro innerhalb von vier Monaten für das Styling des Kanzlers ausgegeben – pro Jahre wären das rund 36.000 Euro. Linken-Fraktionschef Sören Pellmann fordert nun, dass Friedrich Merz die Kosten selber tragen solle.
„Es ist nicht vermittelbar, dass der Staatshaushalt solche Beträge übernimmt“
„Wenn ein Millionär im Kanzleramt sitzt, dann sollte er seine Frisur und Visagistenkosten selbst zahlen. In nur vier Monaten sind 12.000 Euro zusammengekommen – hochgerechnet wären das 36.000 Euro im Jahr. Es ist nicht vermittelbar, dass der Staatshaushalt solche Beträge übernimmt, während überall im Land gekürzt wird. Wer Millionen besitzt, muss selbst zur Kasse gebeten werden und nicht die Menschen, die jeden Cent umdrehen müssen“, schreibt Sören Pellmann in einem Instagram-Post.
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Das Kanzleramt musste die Ausgaben laut dem „Spiegel“ nach einer Kleinen Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion zu „körpernahen Dienstleistungen“ öffentlich machen. Auch Friedrich Merz hatte sich mal zu seinem Styling zu Wort gemeldet. Ein Nutzer forderte den Kanzler auf, seine Frisur zu erklären. Darauf reagierte Friedrich Merz humorvoll: „Ist das eine Frisur? Also, ich habe die Haare seit ungefähr 30 Jahren so kurz. Ich habe auch weniger als früher. […] Sie sind pflegeleicht“, hat der Kanzler verlauten lassen. Pflegeleicht, ja – aber eben nicht kostengünstig.
Friedrich Merz ist jedoch nicht der Spitzenreiter bei den Beauty-Ausgaben der Bundesregierung. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat stets eine Visagistin dabei. Diese hat vom 6. Mai bis 4. August genau 19.264,76 Euro gekostet, wie der „Spiegel“ berichtet – davon waren 8324,11 Euro Reisekosten. Zusammen kommen alle Ministerien auf eine Höhe von 58.738 Euro für Visagisten und Friseure.
Stylingkosten von Annalena Baerbock beliefen sich auf 136.500 Euro
Die ehemalige Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) musste sich damals ebenfalls viel Kritik gefallen lassen. Die Kosten für eine Maskenbildnerin zu Bild- und Fernsehterminen im In- und Ausland betrug im Jahr 2022 insgesamt 136.500 Euro. Annalena Baerbock verteidigte im „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ die Kosten: Wenn man im Fernsehen auftrete, müsse man wegen des Scheinwerferlichts geschminkt sein. „Ansonsten sieht man aus wie ein Totengräber, weil man total grau ist“, so die Grünen-Politikerin.
Bei Reisen – insbesondere ins Ausland – habe man nicht die Zeit, eine Visagistin zu suchen. Und deshalb müsse immer eine Visagistin auf solchen Reisen dabei haben – was natürlich hohe Kosten verursacht. „Deswegen ist es gang und gäbe – im Übrigen nicht nur bei mir, aber bei Frauen wird es dann immer gern thematisiert, und auch im Kanzleramt und auch bei den anderen Herren – dass man entsprechend dann Maskenbildner hat. […] Und da ich sehr, sehr viel reise und sehr viel unterwegs bin zu Tag- und Nachtzeiten, werden die Leute natürlich dann auch so bezahlt“, so Annalena Baerbock damals.










































