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„Was für eine Rabenmutter“: „Hartz und herzlich“-Jannie vergnügt sich 10 Wochen in London – und lässt Kinder zurück

Jannie aus "Hartz und herzlich"
RTLZWEI

Eigentlich wollte Jannie nur für kurze Zeit raus aus Mannheim und den Kopf freibekommen. Doch aus der kleinen Auszeit wurde ein echtes Abenteuer: Die „Hartz und herzlich“-Protagonistin verbrachte schließlich ganze zehn Wochen in London. Während ihre Familie in Deutschland blieb, baute sich die 50-Jährige in der britischen Hauptstadt vorübergehend einen völlig anderen Alltag auf.

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Bei Jannie war in den vergangenen Monaten einiges los. Eigentlich hatte die ehemalige Gastronomin sogar noch größere Pläne: Gemeinsam mit ihrem Sohn Quentin wollte sie Deutschland verlassen und in die USA auswandern. Dort lebt ihr Vater Bobby. Doch der Neustart auf der anderen Seite des Atlantiks kam bislang nicht zustande.

Stattdessen zog es Jannie zunächst nach England. Nachdem ihr in Mannheim irgendwann alles zu viel geworden war, schnappte sich die „Hartz und herzlich“-Protagonistin eine günstige Reisemöglichkeit und machte sich auf den Weg nach London. Aus wenigen Tagen wurden schließlich zweieinhalb Monate.

Jannie arbeitet für ihre Unterkunft in einem Hostel in London

Ein klassischer zehnwöchiger Urlaub war das jedoch keineswegs. Zunächst musste Jannie für Übernachtungen in London tief in die Tasche greifen. Schließlich fand sie eine ungewöhnliche Möglichkeit, länger in der Metropole zu bleiben.

In einem Hostel packte die 50-Jährige mit an. Geld bekam sie für ihre Arbeit nicht – stattdessen durfte Jannie kostenlos in der Unterkunft wohnen. Körperlich verlangte ihr der Job einiges ab. Dennoch blickt die Mannheimerin positiv auf diese Erfahrung zurück. Währenddessen blieb ihre Familie in Deutschland. Dass ihr deshalb möglicherweise Kritik entgegenschlagen könnte, ist Jannie durchaus bewusst.

„Manche denken jetzt vielleicht: ‚Was für eine Rabenmutter’“, sagt die 50-Jährige bei „Hartz und herzlich“. Diese Sichtweise teilt sie jedoch überhaupt nicht. Jannie stellt vielmehr klar: „Aber nein, ich bin eine Rabenmutter, wenn ich hier hock’, nichts mach’, weiter Hartz IV kassiere und nichts bieten kann.“

Jannie aus "Hartz und herzlich"
RTLZWEI

Nach der Rückkehr wartet das Jobcenter

Ganz ohne Folgen bleibt das London-Abenteuer allerdings nicht. Nach zehn Wochen kehrt Jannie in die Benz-Baracken zurück – und muss sich dort mit dem Jobcenter auseinandersetzen. Das Amt wusste weder über ihren langen Aufenthalt noch über die Tätigkeit im Hostel Bescheid.

Jannie betont, dass sie in England kein Geld verdient habe. „Ich hab’ nicht gewusst, dass ich dort einen Job kriegen könnte“, erklärt sie. Und weiter: „Wenn ich da Geld verdient hätte, würde mir die Leistung gestrichen werden.“ Deshalb muss Jannie nach ihrer Rückkehr mehrfach beim Jobcenter vorsprechen und nachweisen, dass für ihre Arbeit tatsächlich kein Lohn geflossen ist.

Trotz des Ärgers hat London bei der 50-Jährigen offenbar einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Und auch ihre ursprünglichen Auswanderungspläne sind längst nicht vom Tisch: Wie KUKKSI bereits berichtete, möchte Jannie langfristig weiterhin zu ihrem Vater Bobby in die USA – inzwischen könnte sie sich auf dem Weg dorthin sogar einen erneuten Zwischenstopp in ihrer neuen Lieblingsstadt London vorstellen.

RTLZWEI zeigt „Hartz und herzlich“ täglich um 18.05 Uhr.

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