In der neuen Folge von „Das Traumschiff“ sorgt eine Liebesgeschichte für Aufmerksamkeit: Erstmals kommt es zu einem intimen Kuss zwischen zwei Frauen. Die Schauspielerinnen Michaela May und Saskia Vester sprechen über die besondere Szene.
Kapitän Max Parger, gespielt von Florian Silbereisen (44), steuert das ZDF-„Traumschiff“ in der aktuellen Oster-Episode nach Island. Im Mittelpunkt der Handlung steht jedoch nicht die Reise, sondern die bewegende Geschichte zweier Frauen.
Evelyn Küpper (Saskia Vester, 66) reist gemeinsam mit ihrer Enkelin Ronja (Rosa von Lobenstein, 25). An Bord trifft sie auf ihre Jugendliebe Antonia, genannt Toni (Michaela May, 74). Bereits mit 19 Jahren verliebte sich Evelyn in Toni – entschied sich damals jedoch gegen ein Coming-out und heiratete später einen Mann. Während Evelyn eine Familie gründete, baute Toni sich mit einem eigenen Pferdehof ein Leben auf.
Heute ist Evelyn geschieden. Als sich die beiden Frauen plötzlich begegnen, kommen alte Gefühle wieder auf – und schließlich kommt es zu einem leidenschaftlichen Kuss. Für die beiden Schauspielerinnen ist die gemeinsame Szene eine Premiere: Obwohl sie sich seit Jahren kennen, standen Saskia Vester und Michaela May bislang noch nie gemeinsam vor der Kamera.
„Wir haben aber tatsächlich vorher noch nie miteinander gespielt. Jetzt das erste Mal und dann gleich eine Liebesszene. Das war sehr lustig, aber auch toll, weil es eine tolle Geschichte ist, die wir erzählen dürfen“, sagt Saskia Vester in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung. Und weiter: „Ein bisschen wie im Kinodrama ‚Brokeback Mountain‘, wo es um eine homosexuelle Liebesbeziehung zwischen zwei Männern geht, im Texas der 60er Jahre. Damals streng verboten und die Männer mussten verdrängen, wo ihre Begierde und ihre Liebe liegt. So ist es bei Evelyn und Toni ja auch. Sie verliebten sich zu einer Zeit, in der es gesellschaftlich nicht geduldet war.“
„Ich finde es mutig vom ZDF, für das Traumschiff auch mal so ein Thema anzupacken“
Auch Michaela May betont die Bedeutung der Geschichte. Dass das „Traumschiff“ ein solches Thema aufgreift, sei ein wichtiges Signal. Homosexualität wurde in Deutschland schließlich erst 1994 vollständig entkriminalisiert. „Ich sagte wegen des Themas und des Landes zu. Ich finde es mutig vom ZDF, für das Traumschiff auch mal so ein Thema anzupacken“, findet Michaela May in der „Bild“.
„Das Traumschiff: Island“ zeigt das ZDF am 5. April 2026 um 20.15 Uhr und ist auch in der Medikathek des Senders abrufbar.

















































