In der sechsten Folge von „Sing meinen Song“ wurde viel geweint. Besonders Rapper Finch zeigt sich von seiner emotionalen Seite und spricht in der VOX-Show über seine Kindheit.
Der sonst so harte Rapper Finch verlor in der aktuellen „Sing meinen Song“-Folge völlig die Fassung – und vergoss dabei sogar einige Tränen. Diesmal geht es um das musikalische Schaffen von ClockClock-Frontmann Boki. Finch will dessen Hit „Sorry“ covern.
„Ich bin ohne Vater aufgewachsen“
„Mein Herzschlag war noch nie so hoch, wie er gerade ist. Es gibt ein Thema, welches ich noch nie mit jemandem besprochen habe“, sagt Finch bei „Sing meinen Song“ vor seinem Auftritt. Dann erklärt der sonst so harte Rapper: „Ich bin ohne Vater aufgewachsen. […] Er hat meine Mutter im Stich gelassen, hat sich damals nach dem Mauerfall in den Westen verpisst.“
Finch, welcher mit bürgerlichem Namen Nils Wehowsky heißt, lernte seinen Vater nie richtig kennen. Beim Tauschkonzert erklärt der Rapper, dass er sich lange davor gesträubt habe, das Thema öffentlich anzusprechen. „Vielleicht ist es ja die Therapie, die ich brauche, um weiter wachsen zu können“, meint der Rapper.
Finch sang in der Show: „Als die Mauer stand, war ich noch ein Wunschkind. Kaum ging die Grenze auf, warst du schon verschwunden. Wahrscheinlich wog dein Koffer mehr als dein Gewissen.“ Im Refrain hieß es: „Da kam nie ein Sorry dafür, dass du nie da warst. Selbst nach all dieser Zeit nicht mal ein ‚Tut mir leid‘. Was bist du für ein Vater? […] Hab mich als Kind oft gefragt: Was haben wir dir getan, dass du uns so im Stich lässt?“ In der Runde sind alle sichtlich gerührt.
In der VOX-Show legte Finch offen, dass sein Vater ihm versprach, die Familie nachzuholen – dazu sei es nie gekommen: „Hast du damals schon gewusst, dass das eine Lüge ist? Dass nichts wie früher ist, seitdem du drüben bist und wir Tränen weinen, bis die Oder übertritt“
Der Rapper ist mittlerweile selbst Vater einer Tochter. Und hat vor allem ein Ziel: „Um ihm zu zeigen, dass es geht“, erklärt er nach seiner Performance. Seit geraumer Zeit befinde sich Finch zwar in psychologischer Behandlung – jedoch verarbeite er seine Schmerzen in Songs und das sei für ihn die beste Therapieform.


















































