563 Euro Einkommen im Monat und dazu noch eine Privatinsolvenz: Beate aus der RTLZWEI-Sozialreportage „Hartz und herzlich“ hat große finanzielle Probleme. Dennoch bucht die Bürgergeld-Empfängerin einen All-inclusive-Urlaub für 2.600 Euro.
Beate aus der RTLZWEI-Sendung „Hartz und herzlich“ hat eine Entscheidung getroffen, die auf den ersten Blick nicht nachvollziehbar ist. Die Bürgergeld-Empfängerin befindet sich in einer Privatinsolvenz und hat kaum Geld zum Leben – trotz der prekären finanziellen Situation bucht die Arbeitslose einen All-inclusive-Urlaub.
Beate bucht Reise für 2694 Euro – dabei bekommt sie nur 563 Euro im Monat
Der Gesamtpreis der einwöchigen Reise für die vier Personen beträgt 2694 Euro – neben Beate wollen nämlich auch noch ihre Freundinnen Mel und Nana sowie Mels Sohn mit. Der Anteil für Beate liegt bei mindestens 670 Euro. Mit nur 563 Euro monatlich sowie einer Privatinsolvenz ist ein solcher kostspieliger Schritt eigentlich gar nicht möglich. Doch das scheint der Bürgergeld-Empfängerin ziemlich egal zu sein. „Ich freue mich, das ist mein allererster Urlaub!“, lässt die Protagonistin bei „Hartz und herzlich“ verlauten.
Laut eigenen Angaben habe sie für die Reise drei Jahre lang gespart. Wie die Bürgergeld-Empfängerin das Geld zur Seite legen konnte, bleibt unklar. Denn immer wieder beschwerte sie sich bei „Hartz und herzlich“, dass sie kaum einen finanziellen Spielraum sowie Schulden habe – deswegen war die Privatinsolvenz unausweichlich.
Dürfen Bürgergeld-Empfänger überhaupt Urlaub machen?
Bürgergeld-Empfänger haben ein Recht auf Urlaub – jedoch muss eine solche Reise beim Jobcenter gemeldet werden. Wer das nicht tut, riskiert Sanktionen. Im schlimmsten Fall könnte das Bürgergeld sogar komplett gestrichen werden. Denn die Erreichbarkeitspflicht gilt an allen Werktagen. Das bedeutet: Bei einem solchen Urlaubsantrag prüft das Jobcenter, ob in der Zeit wichtige Termine oder Maßnahmen anstehen. Wenn das nicht der Fall ist, wird der Urlaubsantrag genehmigt.
Beate hatte eine schwierige Vergangenheit
Beate hat ein bewegtes Leben hinter sich. Die Protagonistin hatte ihre Kindheit nicht nur im Heim verbracht, sondern war auch geprägt von Gewalt. Später war die Bürgergeld-Empfängerin alkoholabhängig. „Ich habe jeden Tag wirklich drei Flaschen Wein getrunken. Rotwein war das“, berichtete sie bei „Hartz und herzlich“.
Zudem litt sie an Depressionen: „Obwohl ich Medikamente nehme, geht es mir manchmal nicht gut. Dann bin ich mit allem überfordert. Habe keine Lust, will auch morgens gar nicht raus.“ Ihre Freundin Ela habe sie jedoch in der schweren Zeit unterstützt: „Die kam jeden Tag, und jeden Tag war ich betrunken. Die Kinder waren nicht versorgt, das hat alles die Ela gemacht.“
RTLZWEI zeigt „Hartz und herzlich“ täglich um 18.05 Uhr.


















































