Es war einer der skurrilsten Momente in der Geschichte der Quizshow „Gefragt – Gejagt“: Ein Kandidat erhob schwere Betrugsvorwürfe gegen die ARD – doch am Ende ging er trotzdem leer aus.
Bei „Gefragt – gejagt“ fallen Entscheidungen immer wieder denkbar knapp aus. Doch ein Fall sorgte für einen handfesten Eklat in der ARD-Quizshow: Kandidat Michael Meichsner warf der Sendung öffentlich „Betrug“ vor und löste damit eine der größten Kontroversen in der Geschichte des Formats aus.
Was war passiert? Im Gespräch mit der „Bild“-Zeitung schilderte Michael Meichsner zwei Situationen, die ihn an einer fairen Bewertung der Antworten zweifeln ließen. In einer Frage ging es um eine Pflanze, deren Bezeichnung zugleich der Nachname eines berühmten Künstlers ist. „Jäger“ Sebastian Jacoby antwortete mit „Kleeblatt“. Nach Ansicht von Meichsner hätte jedoch ausschließlich „Klee“ als richtige Lösung gelten dürfen. Dennoch akzeptierte die Jury die Antwort des Jägers.
Bei seinem eigenen Team fiel die Entscheidung hingegen deutlich strenger aus. Auf die Frage nach dem New Yorker Stadtteil, in dem sich der legendäre „Cotton Club“ befindet, antworteten Michael Meichsner und seine Mitstreiter mit „Manhattan“. Die Redaktion wertete die Antwort jedoch als falsch und bestand auf der Lösung „Harlem“ – obwohl Harlem ein Stadtteil von Manhattan ist.
„Die ARD hat mich geprellt!“
Für Meichsner war diese unterschiedliche Auslegung der Regeln nicht nachvollziehbar. Während „Kleeblatt“ als Teil von „Klee“ akzeptiert worden sei, habe „Manhattan“ für den Stadtteil Harlem nicht ausgereicht. Nur dadurch gelang es Sebastian Jacoby, dem Kandidatenteam die bereits erspielte Gewinnsumme wieder abzunehmen. Dabei ging es um insgesamt 108.000 Euro – also 36.000 Euro pro Kandidat. Für Meichsner war dies der entscheidende Moment, weshalb er der Sendung öffentlich „Betrug“ vorwarf. „Die ARD hat mich geprellt!“, sagte er damals in der „Bild“.
Auch im Nachhinein änderte sich an der Entscheidung nichts, wie „watson“ berichtet. Trotz der Einwände hielt die Redaktion an ihrer Bewertung fest. Eine Korrektur des Ergebnisses blieb aus, sodass das Preisgeld nicht ausgezahlt wurde und an die ARD zurückfiel. Für Meichsner und sein Team endete die Teilnahme damit trotz ihrer Proteste ohne Gewinn.



















































