Politik

Ex-„Tagesschau“-Sprecher Constantin Schreiber übt scharfe Kritik an Ilse Aigner

Constantin Schreiber
NDR / Thorsten Jander

Constantin Schreiber gehörte jahrelang zu den bekanntesten Gesichtern der „Tagesschau“. Doch im Jahr 2025 war dann Schluss! Nun sorgt der Journalist mit deutlichen Worten zur Wahl des neuen Bundespräsidenten für Aufsehen – und besonders CSU-Politikerin Ilse Aigner bekommt ihr Fett weg. 

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Constantin Schreiber (47) wurde von der BSW-Fraktion im sächsischen Landtag für die Bundesversammlung nominiert. Obwohl der Journalist politisch ganz andere Ansichten vertritt, nahm er die Einladung an. In einem YouTube-Video erklärt er: „Als die Anfrage kam, war ich zunächst mal ziemlich überrascht und ich glaube auch, man muss kein Politikwissenschaftler sein, um zu erkennen, dass zwischen meinen politischen Überzeugungen und denen des BSW erhebliche Unterschiede bestehen.“

Dennoch möchte er die Gelegenheit nutzen, um bei der Wahl des neuen Staatsoberhauptes mitzubestimmen. „Wir haben verlernt, über unsere politischen Lager hinauszudenken“, kritisiert Constantin Schreiber.

Constantin Schreiber kritisiert mögliche Kandidatinnen

Besonders die Namen, die bislang als mögliche Nachfolgerinnen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (70) gehandelt werden, sorgen bei ihm für Unverständnis.

„Ilse Aigner, Julia Klöckner, Karin Prien, Annegret Kramp-Karrenbauer, alles Namen aus dem politischen Betrieb. Ist das wirklich alles, was Deutschland zu bieten hat?“, fragt der 47-Jährige.

„Ich halte den Vorschlag Ilse Aigner für falsch“

Auf der Plattform X legt er nach: „Ich halte den Vorschlag Ilse Aigner für falsch.“ Statt einer bekannten Politikerin möchte Constantin Schreiber lieber eine Persönlichkeit finden, die bislang nicht im Mittelpunkt der Diskussion steht. Dabei sollen vor allem Charakter und besondere Lebensleistungen entscheidend sein. Seine Nominierung durch das BSW löste laut „t-online“ unterschiedliche Reaktionen aus. Während einige seine Entscheidung begrüßen, gibt es auch Kritik.

Constantin Schreiber hat 2025 die „Tagesschau“ verlassen

Bekannt wurde Constantin Schreiber vor allem durch seine Arbeit bei der ARD. Nach Stationen unter anderem bei n-tv wechselte er 2017 zur „Tagesschau“. Ab 2021 moderierte er regelmäßig die Hauptausgabe um 20 Uhr.

Im Mai 2025 verabschiedete sich der Journalist von der Nachrichtensendung und wechselte als „Global Reporter“ zu Axel Springer. Ende 2026 soll auch diese Tätigkeit enden. Künftig wird Constantin Schreiber wieder für das arabische Fernsehen arbeiten und beim ägyptischen Sender Azhari TV die Sendung „Islam Talk“ moderieren.

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