Das Aus von „Unter uns“ trifft nicht nur Millionen Fans – für zahlreiche Schauspieler und Mitarbeiter geht es plötzlich um ihre berufliche Existenz. Nach fast 32 Jahren beendet RTL die Serie. Besonders Serien-Urgestein Patrick Müller spricht nun offen über seine Zukunftsängste.
„Unter uns“ gehört zu den langlebigsten Daily Soaps im deutschen Fernsehen. Seit November 1994 dreht sich bei RTL alles um die Bewohner der fiktiven Schillerallee in Köln. Doch nach mehr als drei Jahrzehnten ist Schluss: Die Produktion wird Ende 2026 eingestellt.
„Ich weiß jetzt noch nicht, wie ich meine Familie ernähren soll“
Seit 2006 gehört Patrick Müller als Tobias Lassner fest zur Schillerallee. Nun weiß der dreifache Familienvater nicht, wie es beruflich weitergehen soll. „Ganz ehrlich, ich weiß jetzt noch nicht, wie ich meine Familie ernähren soll. In der Medienbranche ist es gerade generell schwierig. Ich kann auch einen anderen Job machen – aber irgendwo muss die Kohle für die Familie ja herkommen“, sagt der 38-Jährige der „Bild“-Zeitung.
Das Serien-Aus kann Patrick Müller persönlich nur schwer nachvollziehen. Besonders enttäuscht zeigt er sich über den Umgang mit den Mitarbeitern: „Nach 32 Jahren hätte ich mir von RTL mehr Feingefühl und Fairness gewünscht, bei so vielen betroffenen Arbeitsplätzen – und bei allem, was hier geleistet wurde.“
Patrick Müller hofft auf Rettung von „Unter uns“
Ganz aufgegeben hat der Schauspieler die Schillerallee allerdings noch nicht. „Wir hoffen auf eine neue Heimat für die Serie und sind überzeugt, dass unser Produkt das wert ist und wir eine gute Partie sind mit unserer großen Fangemeinde“, erklärt Patrick Müller.
Tatsächlich könnte noch ein kleines Hintertürchen offenstehen. RTL beendet zwar die Produktion Ende 2026, die Produktionsfirma UFA will jedoch mögliche Zukunftsperspektiven für die Marke prüfen. Die bereits produzierten Episoden zeigt RTL noch bis März 2027. Zum Abschluss soll es ein großes Staffelfinale geben. Als Gründe für die Entscheidung nennt der Sender unter anderem veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen und das Nutzungsverhalten.
Auch Petra Blossey trifft die Nachricht hart. Ausgerechnet die Schauspielerin, die 1994 schon zum Original-Cast gehörte und erst im März 2026 zurückkehrte, muss nun erneut Abschied nehmen. „Ich bin gefühlt gerade erst wieder zurück und jetzt soll ich schon wieder aufhören“, sagt die 70-Jährige der „Bild“-Zeitung. Mit Humor bewahrt sie sich dennoch etwas Hoffnung: „Aber vielleicht komme ich ja ein drittes Mal wieder. Totgesagte leben länger – das weiß niemand besser als ich …“

„Die Nachricht war erst mal ein Schock“
Ramon Ademes blickt etwas gelassener auf seine eigene Zukunft. Neben der Schauspielerei betreibt der 56-Jährige eine Security-Firma und ist als Sänger aktiv. Sorgen macht er sich vielmehr um Kollegen, die finanziell komplett von der Serie abhängig sind.
Auch Amrei Haardt wurde vom RTL-Aus überrascht. „Die Nachricht war erst mal ein Schock. Ich hätte nicht damit gerechnet, vor allem als so ein harter Schnitt“, sagt die Schauspielerin der „Bild“-Zeitung.
Damit endet im kommenden Frühjahr nicht einfach nur eine RTL-Serie. Für zahlreiche Menschen vor und hinter der Kamera verschwindet nach mehr als drei Jahrzehnten ein Arbeitsplatz – und für einige sogar ein berufliches Zuhause.


















































