Jahrzehntelang präsentierte Peter Kloeppel die Nachrichtensendung „RTL Aktuell“. Auch nach seinem Abschied vom täglichen Nachrichtengeschäft verfolgt der 67-Jährige die politischen Entwicklungen genau – und zeigt sich angesichts der Pläne der AfD für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk alarmiert.
Mehr als drei Jahrzehnte prägte Peter Kloeppel den deutschen Fernsehjournalismus. Als Chefmoderator von „RTL Aktuell“, RTL-Chefredakteur und langjähriger Anchorman wurde er zu einem der bekanntesten Gesichter des Senders. Inzwischen lebt der Journalist überwiegend in seiner Wahlheimat USA, meldet sich aber immer wieder zu besonderen Ereignissen zurück. Für sein Lebenswerk wird er nun mit dem Ehrenpreis des Deutschen Fernsehpreises ausgezeichnet.
Doch auch aus der Ferne verfolgt Kloeppel genau, was in Deutschland passiert. Besonders kritisch blickt er auf die AfD und deren Pläne für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Sollte die Partei bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt die absolute Mehrheit erreichen, will sie den MDR-Staatsvertrag kündigen.
Peter Kloeppel warnt vor AfD-Plänen
Für den ehemaligen RTL-Anchorman geht das deutlich zu weit. Im Interview mit „DWDL“ findet er klare Worte: „Angriffe auf durch die Verfassung und Gesetze festgeschriebene Medien-Institutionen darf es nicht geben, seien es der öffentlich-rechtliche Rundfunk oder private Medien. Allein solche Ankündigungen und Pläne der AfD zeigen, wessen Geistes Kind die Partei ist.“
Peter Kloeppel fordert, entsprechende Vorhaben nicht unwidersprochen zu lassen: „Diese Positionen kann man nicht oft genug öffentlich machen und, wie ich finde, verurteilen. Wollen wir tatsächlich in einem Land leben, und sei es auch nur ein Bundesland, in dem eine Partei die Meinungsvielfalt und Informationsfreiheit beschränkt? Wehret den Anfängen!“
Obwohl sein Abschied von „RTL Aktuell“ mittlerweile rund zwei Jahre zurückliegt, hat Peter Kloeppel seine journalistische Neugier keineswegs verloren. Das Weltgeschehen lässt ihn bis heute nicht los. „Ich verfolge das Weltgeschehen noch immer sehr genau, und die Ereignisse und Nachrichten darüber verfolgen mich im Gegenzug. Zum Glück kann ich vieles an mir abperlen lassen, aber ich bleibe Journalist und innerer Chronist bis an mein Lebensende“, sagt Peter Kloeppel.


















































