Nach fast 32 Jahren zieht RTL bei „Unter uns“ den Stecker – doch das muss noch lange nicht das endgültige Ende der Schillerallee bedeuten. Die Produktionsfirma UFA sucht nach einer Zukunft für die Kult-Serie. Ein anderer Sender oder sogar ein Streamingdienst könnten theoretisch zur neuen Heimat werden. Eine Möglichkeit ist allerdings bereits vom Tisch: ProSiebenSat.1 hat auf KUKKSI-Anfrage kein Interesse an einer Übernahme.
Der Schock bei den Fans sitzt tief: Ende 2026 wird RTL die Produktion von „Unter uns“ einstellen. Aufgrund des Produktionsvorlaufs werden neue Folgen noch bis März 2027 bei RTL und RTL+ ausgestrahlt. Danach ist für die Daily beim bisherigen Sender Schluss.
Doch bedeutet der Abschied von RTL automatisch das endgültige Aus für „Unter uns“? Offenbar nicht. Denn die Produktionsfirma UFA Serial Drama hat die Hoffnung auf eine Fortsetzung noch längst nicht aufgegeben.
UFA-Chef Sascha Schwingel erklärte bereits nach Bekanntwerden der RTL-Entscheidung, man werde sorgfältig prüfen, „welche neuen Perspektiven sich für die Schillerallee eröffnen können“. Und noch ein Satz dürfte den Fans Hoffnung machen: „Diese Geschichten sind für uns noch lange nicht auserzählt.“
Könnte „Unter uns“ zu einem anderen Sender wechseln?
Damit stellt sich die große Frage: Wo könnte die Schillerallee künftig weiterleben? Eine konkrete neue Heimat gibt es bislang nicht. Denkbar wäre grundsätzlich jedoch, dass ein anderer Fernsehsender einsteigt oder die Serie künftig bei einem Streaminganbieter fortgeführt wird. Bestätigt ist keines dieser Szenarien.
Eine mögliche Adresse kann allerdings ausgeschlossen werden. Auf Anfrage unserer Redaktion erklärt ProSiebenSat.1, dass kein Interesse an einer Fortführung von „Unter uns“ besteht. „Manche Fragen stellen sich einfach nicht“, lautet das knappe Statement von Sendersprecher Christoph Körfer auf KUKKSI-Nachfrage, ob denn Interesse besteht, die Serie möglicherweise fortsetzen zu wollen.
Die Suche nach einer neuen Heimat dürfte damit nicht einfacher werden. Dennoch hat die Serie einen entscheidenden Vorteil: „Unter uns“ ist seit 1994 auf Sendung und eine der bekanntesten Daily-Marken im deutschen Fernsehen. Fast 8.000 Folgen wurden inzwischen produziert.

„Unter uns“-Stars kämpfen für ihre Serie
Auch die Darsteller wollen sich offenbar nicht kampflos von der Schillerallee verabschieden. In einem gemeinsamen Video wenden sich mehrere Stars direkt an die Zuschauer und bitten um Unterstützung. Petra Blossey, die jahrelang Irene Weigel verkörperte, macht deutlich: „Das darf nicht das Ende sein.“
Isabell Hertel alias Ute Kiefer erklärt: „RTL hat sich entschieden, keine weitere Staffel ‚Unter uns‘ mehr in Auftrag zu geben“. Ihr Kollege Metehan Demiröz richtet sich anschließend direkt an die Community: „Wenn ihr wollt, dass ‚Unter uns‘ weiterlebt, dann brauchen wir jetzt eure Stimme“. Unter dem Motto „Nicht ohne ‚Unter uns’“ kämpfen Fans und Darsteller in den sozialen Netzwerken für die Serie.
Und offenbar glauben auch langjährige Darsteller daran, dass noch etwas passieren könnte. Patrick Müller, der seit vielen Jahren Tobias Lassner spielt, schrieb nach Bekanntwerden der Entscheidung: „Außerdem besteht noch eine Chance! Wir können und wollen eine neue Heimat finden!“
RTL hält am Aus fest – UFA sucht nach Alternativen
Bei RTL selbst scheint eine Kehrtwende derzeit dagegen nicht zur Debatte zu stehen. Der Sender begründet das Ende unter anderem mit veränderten wirtschaftlichen Bedingungen für tägliche fiktionale Programme, der Entwicklung der Nutzung und der künftigen Ausrichtung seines Nachmittags- und Vorabendprogramms.
Die Hoffnung der Fans richtet sich deshalb vor allem auf die UFA und die Suche nach einer neuen Heimat. Ob daraus tatsächlich ein Wechsel zu einem anderen Sender, eine Streaming-Fortsetzung oder möglicherweise ein völlig neues Modell entsteht, ist derzeit offen. Fest steht aber: Im März 2027 endet „Unter uns“ bei RTL – ob damit auch die Geschichte der Schillerallee endet, ist noch nicht entschieden.


















































