Arbeiten gehen? Für Chris aus „Armes Deutschland“ kommt das weiterhin nicht infrage. Der Duisburger lebt von Bürgergeld und macht aus seiner Einstellung keinen Hehl. Gleichzeitig gibt er Geld für Glücksspiel und Freizeit aus. Jetzt investiert der 33-Jährige auch noch 100 Euro in ein neues Tattoo.
Chris gehört längst zu den bekannten Gesichtern der RTLZWEI-Sozialdoku „Armes Deutschland“. Seit mehreren Jahren lässt er sich von Kameras begleiten und polarisiert immer wieder mit seinen Aussagen über Arbeit und Bürgergeld. Zwar zeigt der Sender derzeit keine neuen Folgen, aber wiederholt immer samstags frühere Episoden – und darin geht es auch um Chris.
„Ich könnte arbeiten gehen, aber auf Staatskosten lässt es sich besser leben“
Obwohl Chris nach eigener Darstellung arbeiten könnte, entscheidet er sich bewusst dagegen. „Ich könnte arbeiten gehen, aber auf Staatskosten lässt es sich besser leben“, erklärt er. Zusätzlich zum Bürgergeld verdient er nach eigenen Angaben gelegentlich Geld durch Schwarzarbeit. Insgesamt habe er dadurch zwischen 1.500 und 2.000 Euro zur Verfügung.
Beim Vergleich mit Arbeitnehmern hält sich Chris nicht zurück. Nach seiner Wahrnehmung hätten einige Berufstätige weniger Geld zur Verfügung als er. „Keine Ahnung, was die falsch machen in ihrem Leben“, kommentiert der Bürgergeld-Empfänger.
Chris verballert Bürgergeld auf Kirmes: „Dafür ist der Staat ja da“
Einen Teil davon steckt der Duisburger in seine Freizeit. Er trinkt Bier, spielt an Automaten und zockt auch über sein Handy. Rund 500 Euro pro Jahr würden dabei fürs Glücksspiel draufgehen. Oder er geht auf die Kirmes: „Das ist für manche viel, für manche ist es ein halber Monat Essen, für mich ist das jetzt Spaß gewesen. […] Dafür ist der Staat ja da.“
Chris lässt sich „Armes Deutschland“-Logo tätowieren
Mehr als 20 Tattoos trägt Chris bereits – nun kommt ein ganz besonderes Motiv hinzu. Der 33-Jährige lässt sich für 100 Euro das Logo von „Armes Deutschland“ auf den Arm stechen. Direkt daneben befindet sich bereits ein RTLZWEI-Schriftzug.
Für Chris ist das Geld gut investiert. „Ob ich mir jetzt Essen oder Trinken davon hole oder Party machen gehe – das ist für die Ewigkeit“, erklärt er. Sorgen um Lebensmittel habe er derzeit ohnehin nicht: Der Kühlschrank sei voll und zu Hause habe er alles, was er brauche.
„Man muss sich auch mal was gönnen“
Neben Tattoos und Glücksspiel gönnt er sich auch regelmäßig einen Friseurbesuch. „Man muss sich auch mal was gönnen“, findet Chris. Dass sich nicht jeder solche Ausgaben leisten kann, ist ihm bewusst: „Für andere Menschen ist das Luxus, die haben nicht so viel Geld übrig wie ich.“ Mit Aussagen wie diesen sorgt Chris bei „Armes Deutschland“ immer wieder für Gesprächsstoff.
RTLZWEI zeigt „Armes Deutschland“ immer samstags um 20.15 Uhr.


















































