Jana Klinge ist aus der deutschen TV-Landschaft kaum noch wegzudenken. Als Oberkommissarin Hannah Wagner ermittelt sie seit 2021 in „Nord bei Nordwest“ und erreicht damit regelmäßig ein Millionenpublikum. Doch beinahe hätte es diese Karriere überhaupt nicht gegeben: Schauspielerin zu werden, stand ursprünglich gar nicht auf ihrem Plan.
Bevor Jana Klinge in einem der erfolgreichsten ARD-Krimis auf Verbrecherjagd ging, sammelte sie bereits reichlich Fernseherfahrung. Sie war unter anderem in „Notruf Hafenkante“ und im „Tatort“ zu sehen. Mit ihrem Einstieg bei „Nord bei Nordwest“ folgte schließlich eine Rolle, die heute fest mit ihrem Namen verbunden ist.
Jana Klinge träumte von einer Karriere als Tänzerin
Dabei schlug ihr Herz als Kind zunächst für eine ganz andere Bühne. Wie Jana Klinge in der NDR-Sendung „DAS! Rote Sofa“ erzählt, begeisterte sie sich damals für die ZDF-Serie „Anna“. Im Mittelpunkt der Geschichte steht eine junge Balletttänzerin – und genau diese Welt faszinierte offenbar auch die spätere Schauspielerin.
Jana Klinge begann selbst zu tanzen und hatte ein klares Ziel vor Augen: Sie wollte Profitänzerin werden. Ihr Traum war so groß, dass sie sich sogar an einem renommierten Internat bewarb, um dort die entsprechende Ausbildung zu absolvieren. Doch daraus wurde nichts – sie bekam keinen Platz.
Was zunächst wie eine herbe Enttäuschung wirkte, sollte ihre berufliche Zukunft komplett verändern. Eine Schulfreundin brachte Jana Klinge auf die Idee, sich stattdessen im Theaterschauspiel auszuprobieren. Davon wollte sie zunächst allerdings wenig wissen. „Nein, ich möchte doch diesen Ausdruck mit Musik und Körper“, erinnert sie sich.

Hannah Wagner (Jana Klinge), Hauke Jacobs (Hinnerk Schönemann) und Jule Christiansen (Marleen Lohse) – Foto: NDR / ARD / Sandra Hoever
Eine Absage brachte ihre Karriere auf einen neuen Weg
Trotz ihrer Zweifel ließ sich Jana Klinge schließlich auf das Experiment Schauspiel ein – mit Folgen. Sie fand Gefallen daran und wurde 2003 an einer Schauspielschule in Potsdam aufgenommen. Dort legte sie den Grundstein für ihre spätere Karriere und sammelte anschließend erste Erfahrungen auf der Theaterbühne.
Der nächste große Schritt folgte wenige Jahre später. 2007 stand Jana Klinge für die Sat.1-Krimiserie „R.I.S. – Die Sprache der Toten“ vor der Kamera. Nach dem Ende der Produktion konzentrierte sie sich immer stärker auf Film und Fernsehen.
Aus dem ursprünglichen Traum von einer Karriere als Profitänzerin wurde damit letztlich nichts. Stattdessen fand Jana Klinge eher über Umwege zur Schauspielerei – und landete Jahre später ausgerechnet in einer der erfolgreichsten Krimireihen.


















































