Dieses Drama geht unter die Haut: „Gran Torino“ gilt als eines der erfolgreichsten Werke von Hollywood-Ikone und Regisseur Clint Eastwood. Das Filmdrama läuft heute im Free-TV.
In dem Streifen „Gran Torino“ wird Walt Kowalski von Clint Eastwood (95) gespielt. Seine Rolle handelt von einem Mann voller Vorurteile. Seine Frau ist verstorben und zuletzt hat sich sein Viertel verändert. Denn es wird von einer hmong-amerikanischen Gemeinschaft geprägt und er pflegt kaum Kontakt zu seinen Kindern oder den Nachbarn. Sein größter Schatz ist ein Gran Torino aus dem Jahr 1972 in seiner Garage, den er behütet und pflegt. Nach einer Begegnung mit dem hmong-amerikanischen Nachbarn Thao (Bee Vang) ändert er seine Meinung und beschützt letztendlich sogar seine Familie.
Bizarre Szene: Clint Eastwood beschimpft seinen eigenen Sohn
In einer Szene beschützt Walt Thaos Schwester Sue (Ahney Her) vor drei Jugendlichen. Mit den Worten „Halt die Schnauze, Weichei!“ beschimpft er ihren Freund Trey. Das mag zunächst nichts Ungewöhnliches sein. Doch ein Detail daran ist bizarr: Clint Eastwood beschimpft in dieser Szene seinen eigenen Sohn. Denn die Rolle Trey wird von Scott Eastwood (40) verkörpert.
Darum geht in es in dem Drama „Gran Torino“
Der pensionierte Autoarbeiter Walt Kowalski füllt seine Tage mit Reparaturen im Haus, Bier und monatlichen Ausflügen zum Friseur. Als Veteran des Koreakriegs hält er sein M-1-Gewehr stets sauber und bereit. Die Menschen, die er einst seine Nachbarn nannte, sind alle weggezogen oder gestorben.
Hmong-Einwanderer aus Südostasien, die er verachtet, prägen jetzt das Viertel. Er ärgert sich über praktisch alles, was er sieht – die herabhängenden Traufen, die verwilderten Rasenflächen und die fremden Gesichter sowie die zahllosen Gangs von Hmong, Latinos und afroamerikanischen Teenagern, die alle glauben, dass das Viertel ihnen gehört.
Walt wartet nur den Rest seines Lebens ab. Als jemand versucht, seinen geliebten Gran Torino zu stehlen, ist das der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Indem er sich den Dieben entgegenstellt, wird Walt Kowalski zum unbeabsichtigten Helden, der das Leben seiner Nachbarn – und dabei auch sich selbst – verändert.

Warner Bros. Entertainment Inc.
„Gran Torino“ war einer der erfolgreichsten Filme im Jahr 2008
Wortkarge, grimmige Einzelgänger in all ihren Facetten darzustellen, ist spätestens nach den „Dirty Harry“-Filmen zu seinem Markenzeichen geworden: Der vierfache Oscar-Preisträger Clint Eastwood („Erbarmungslos“, „Mystic River“, „Million Dollar Baby“) zeigt mit „Gran Torino“, bei dem er sowohl Regie als auch die Hauptrolle übernommen hat, die verheerenden Folgen von Rassismus und Gewalt auf. Das American Film Institut zählt „Gran Torino“ zu den 10 besten Kinofilmen, die 2008 erschienen sind.
Gleichzeitig war er auch lange der kommerziell erfolgreichste Film von Clint Eastwood. Nur sein umstrittener (Anti-)Kriegsfilm „American Sniper“ (2014) erzielte noch mehr Einnahmen an der Kinokasse. „Clint Eastwood lässt die bittere Geschichte weder im Porträt eines verbiesterten, sich selbst läuternden Mannes noch in einer emotionalen Rachegeschichte versanden. Vielmehr findet er zahlreiche Zwischentöne bis zur Selbstparodie, die sowohl die Hauptfigur als auch das soziale Umfeld zum Anfassen glaubhaft machen“, heißt es im Lexikon des internationalen Films.
RTLZWEI zeigt „Gran Torino“ am 28. März 2026 um 20.15 Uhr.


















































