Angeklagt wegen Beihilfe zum Mord in mindestens 300.000 Fällen: In Lüneburg läuft seit Dienstag der Prozess gegen den früheren SS-Mann Oskar Gröning.
Der 93-Jährige war zwischen 1942 und 1944 in Auschwitz im Einsatz und machte sich nach eigener Aussage „moralisch mitschuldig an der millionenfachen Ermordung von Menschen“. Weltweit verfolgen nicht nur Holocaust-Überlebende und Angehörige von Opfern das aufsehenerregende Verfahren, das wahrscheinlich eines der letzten sein wird.
Wie sinnvoll ist der Gröning-Prozess 70 Jahre nach Kriegsende? Welche Bedeutung hat er für Opfer und Angehörige, welche für die Aufarbeitung der Nazi-Verbrechen? Gäste unter anderem: Heiko Maas (SPD, Bundesjustizminister), Hans Holtermann (Anwalt von Oskar Gröning), Gisela Friedrichsen (berichtet für den „Spiegel“ über den Prozess) und Michael Wolffsohn (Historiker). Günther Jauch um 21:45 Uhr in der ARD.
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