Politischer Doppel-Wahlabend in Deutschland! In Berlin und Mecklenburg-Vorpommern waren am Sonntag Millionen Menschen zur Stimmabgabe aufgerufen. Um 18 Uhr schlossen die Wahllokale – die ersten Prognosen zeigen, wie die Wähler entschieden haben.
Besonders spannend ist die Lage in Berlin. Rund 2,5 Millionen Wahlberechtigte konnten über die künftigen Machtverhältnisse in der Hauptstadt entscheiden. Neben dem Abgeordnetenhaus wurden auch die zwölf Bezirksverordnetenversammlungen gewählt. Erstmals durften bei der Abgeordnetenhauswahl auch 16- und 17-Jährige ihre Stimme abgeben.
Die Ausgangslage war spannend: In den letzten Umfragen lagen mehrere Parteien vergleichsweise dicht beieinander. Vor allem CDU und Linke lieferten sich ein enges Rennen um Platz eins.
Seit 2023 wird Berlin von CDU und SPD regiert. Ob das Bündnis nach der Wahl weiterhin über eine Mehrheit verfügt oder andere Koalitionen möglich werden, dürfte eine der entscheidenden Fragen des Abends sein.
Berlin-Wahl: Das ist die erste Prognose
- CDU: 20 %
- Linke: 26 %
- AfD: 13,5 %
- Grüne: 15,5 %
- SPD: 12 %
- BSW: 5 %
- Sonstige: 8 %
Bei den Zahlen handelt es sich zunächst um eine Prognose. Im Laufe des Abends folgen die ersten Hochrechnungen, die mit zunehmender Auszählung immer genauer werden.
Mecklenburg-Vorpommern wählt neuen Landtag
Auch in Mecklenburg-Vorpommern stand eine wichtige Entscheidung an. Rund 1,3 Millionen Menschen waren aufgerufen, einen neuen Landtag zu wählen. Auch dort durften erstmals Jugendliche ab 16 Jahren bei einer Landtagswahl abstimmen.
Im Mittelpunkt stand vor allem das Rennen zwischen der SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und der AfD. Die Umfragen hatten vor der Wahl auf einen spannenden Kampf hingedeutet.
Manuela Schwesig regiert Mecklenburg-Vorpommern seit 2017. Seit der vergangenen Landtagswahl führt ihre SPD gemeinsam mit der Linken die Landesregierung. 2021 hatte die SPD mit 39,6 Prozent noch deutlich gewonnen. Die AfD kam damals auf 16,7 Prozent, die CDU auf 13,3 Prozent und die Linke auf 9,9 Prozent.
Mecklenburg-Vorpommern: Das ist die erste Prognose
- SPD: 36,5 %
- AfD: 38 %
- CDU: 5 %
- Linke: 6 %
- Grüne: 5,5 %
- BSW: 4,8 %
- FDP: 1 %
- Sonstige: 3,2 %
Nun beginnt das große Rechnen. Neben der Frage, welche Parteien vorne liegen, geht es vor allem darum, welche Mehrheiten in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern künftig möglich sind. Im Laufe des Abends folgen weitere Hochrechnungen.
Quelle: ZDF / Forschungsgruppe Wahlen











































