Kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wird der Ton deutlicher – und längst mischen sich nicht mehr nur Politiker in den Wahlkampf ein. Auch zahlreiche Prominente beziehen öffentlich Stellung gegen die AfD.
Zahlreiche Stars haben sich vor der Wahl in Sachsen-Anhalt gegen die AfD positioniert. Besonders engagiert zeigt sich Dieter Hallervorden (91). Der Schauspieler wurde in Dessau geboren und tourte gemeinsam mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) unter dem Motto „Kunst braucht Freiheit“ durch das Bundesland. Seine Sorge gilt dabei besonders der Kulturszene.
Dieter Hallervorden will eine absolute Mehrheit der AfD „unbedingt verhindern“
„Wenn Kulturschaffende unter massiven wirtschaftlichen Druck geraten, weil Fördermittel ja dann laut AfD nur noch nach Kriterien des politischen Wohlverhaltens vergeben werden, da wird unsere Kulturlandschaft unheimlich eintönig und öde“, erklärte Dieter Hallervorden laut ZDF während der Tour.
Auch gegenüber der „Deutschen Presse-Agentur“ (dpa) machte der Schauspieler seine Haltung klar. Eine mögliche absolute Mehrheit der AfD wolle er „unbedingt verhindern“. Zudem erklärte er: „Die AfD fordert von Kunst und Kultur Folgendes ein: ideologische Eindeutigkeit und patriotische Pflichtbekenntnisse.“
Udo Lindenberg: „Definitiv nicht Blau“
Auch Udo Lindenberg (80) lässt keinen Zweifel an seiner Haltung. Wenige Tage vor der Wahl veröffentlichte der Panikrocker auf Instagram ein ausführliches Statement und setzte sich darin mit verschiedenen Forderungen der AfD auseinander.
Vor allem Protestwähler nahm der Musiker ins Visier. „Aber Wut ist noch kein Wahlprogramm!! Und ein Protestkreuz kein Feuerlöscher“, schrieb Udo Lindenberg. Sein Fazit fiel noch deutlicher aus: „Wer Deutschland wirklich liebt, wählt Schwarz, Rot, Gold, Gelb oder Grün oder Lila, aber definitiv nicht Blau.“
Julian F.M. Stoeckel: „Wie viele Leute kennen das Wahlprogramm der AfD wirklich?“
Auch Realitystar Julian F.M. Stoeckel (39) positioniert sich gegen die AfD und meint, dass viele Dinge der Partei gar nicht umsetzbar wären. „Im Moment bin ich nicht so glücklich mit der Politik! Wir müssen, glaube ich, wieder Politik für die Bürger machen – ich habe das Gefühl, dass die AfD wie der Rattenfänger von Hameln nur Menschen einfängt. Wie viele Leute kennen das Wahlprogramm der AfD wirklich?“, sagt der CDU-Kandidat im exklusiven Interview mit KUKKSI.

Brandmauern lehne Julian F.M. Stoeckel zwar ab – eine Zusammenarbeit mit der AfD würde dennoch nie infrage kommen: „In erster Linie sollte es keine Brandmauern unter den demokratischen Parteien geben. Aber die AfD wurde ja 2025 als rechtsextremistischer Verdachtsfall vom Bundesverwaltungsgericht eingestuft und damit sollte es auch keine Zusammenarbeit oder Koalition geben.“
Hape Kerkeling nutzt Goldene Henne für Appell
Für einen politischen Moment sorgte auch Hape Kerkeling (61) – und das ausgerechnet auf der großen Showbühne. Bei der Verleihung der Goldenen Henne am 4. September 2026 richtete sich der Entertainer während seiner Dankesrede direkt an die Menschen in Sachsen-Anhalt.

Hintergrund: Die AfD hat angekündigt, im Falle einer Alleinregierung die Rundfunkstaatsverträge zu kündigen. Kerkeling erklärte live im Fernsehen: „Wenn Sie Ihre Stimme abgeben am Sonntag, dann stimmen Sie auch für den MDR, den Mitteldeutschen Rundfunk und seine Hörfunkwellen.“
Dieter Hallervorden, Udo Lindenberg, Julian F.M. Stoeckel und Hape Kerkeling sind mit ihren deutlichen Botschaften nicht allein. Auch Schauspielstars wie Sandra Hüller (48), Bill Kaulitz (36), Christian Friedel (47), Anna Schudt (52) und Max Simonischek (43) positionieren sich vor der Wahl gegen die teilweise gesichert rechtsextreme Partei.
Stars unterstützen die Kampagne „Wahre Heimatliebe ist“
Zahlreiche Promis unterstützen die Kampagne „Wahre Heimatliebe ist“, die sich gegen eine AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt richtet. „Sollte die AfD bei der Landtagswahl am 6. September die absolute Mehrheit erreichen und den Ministerpräsidenten stellen, hätte das gravierende gesellschaftliche und wirtschaftliche Folgen – nicht nur für Sachsen-Anhalt, sondern weit darüber hinaus“, teilt der Verein „Mehr als uns trennt“ mit.


















































