In der Nacht auf kommenden Montag werden die Oscars 2026 vergeben. In diesem Jahr gibt es einige Neuerungen. Wer sind die Favoriten und gibt es deutsche Chancen? Ein Überblick.
Die Oscar-Verleihung findet im Dolby Theatre in Hollywood statt. Der Goldjunge wird in insgesamt 24 Kategorien vergeben und beginnt in den USA um 16 Uhr – in Deutschland also zwischen 0 und 1 Uhr. Der US-Comedian Conan O’Brien (62) führt erneut durch die Gala. Sein Moderations-Debüt bei den Oscars wurde im vergangenen Jahr gelobt.
Welche Filme haben 2026 die besten Chancen?
Das Drama „Sinners“ (deutscher Titel: „Blood & Sinners“) von Ryan Coogler gilt als großer Favorit im Oscar-Rennen und hat insgesamt 16 Nominierungen. Damit hat der Streifen bei den Nominierungen sogar „Alles über Eva“ (1950), „Titanic“ (1998) und das Film-Musical „La La Land“ (2017) geschlagen, welche jeweils 14 Nominierungen hatten.
Aber auch der Politthriller „One Battle After Another“ von Regisseur Paul Thomas Anderson hat mit 13 Nominierungen gute Chancen auf den Goldjungen. Der Monsterfilm „Frankenstein“, die Tragikomödie „Marty Supreme“ und das norwegische Familiendrama „Sentimental Value“ haben je neun Nominierungen.
Wer sind die Favoriten?
Als großer Favorit in der Kategorie „Bester Hauptdarsteller“ gilt Timothée Chalamet für seine Rolle in „Marty Supreme“. Aber auch Michael B. Jordan für seine Doppelrolle in „Blood & Sinners“ hat gute Chancen. In der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“ hat Emma Stone für ihre Rolle in „Bugonia“ gute Chancen. Rose Byrne bekam für ihre Darbietung in „If I Had Legs I’d Kick You“ bereits einige Vorpreise, aber zu den Favoriten gehört vor allem Jessie Buckley für ihre Rolle in „Hamnet“.
Wie stehen die deutschen Chancen?
Der Film „In die Sonne schauen“ der Berliner Regisseurin Mascha Schilinski geht leer aus und wurde nicht für die Oscars nominiert. Es gibt aber mehrere Schauspielerinnen und Schauspieler, welche deutsche Wurzeln haben. Für ihre Arbeit in dem Film „Sinners“ in der Sparte „Visual Effects“ sind die Spezialeffekte-Künstler Michael Ralla und Guido Wolter nominiert. Mit seiner Musik zum Drama „Hamnet“ hat auch der Komponist Max Richter Chancen, welcher in Hameln (Niedersachsen) geboren wurde. Mit „Sentimental Value“, „The Secret Agent“, „Ein Nobody gegen Putin“ und „Cutting Through Rocks“ sind mehrere deutsche Koproduktionen nominiert.
Es gibt auch einige Neuerungen bei den Oscars 2026
In diesem Jahr gibt es auch einige Neuerungen bei den Oscars. Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences hat mit „Bestes Casting“ eine neue Kategorie eingeführt. Nominiert sind in der neuen Kategorie Cassandra Kulukundis für „One Battle After Another“, Francine Maisler für „Blood & Sinners“, Jennifer Venditti für „Marty Supreme“, Nina Gold für „Hamnet“ und Gabriel Domingues für „The Secret Agent“.
Die Academy hat zudem festgelegt, dass Künstliche Intelligenz „die Chancen auf eine Nominierung weder fördern noch beeinträchtigen.“ Und weiter heißt es in einer Erklärung: „Die Akademie und jede ihrer Sektionen werden die Leistung beurteilen und dabei berücksichtigen, inwieweit ein Mensch im Mittelpunkt der kreativen Urheberschaft stand, wenn sie entscheiden, welcher Film ausgezeichnet wird.“


















































