Ein kleiner Snack im Handgepäck oder auch andere Speisen werden auf Flugreisen oft mitgenommen. Kartoffeln sind jedoch nicht erlaubt – das hat auch einen Grund.
Nicht alle Souvenirs dürfen problemlos im Flugzeug befördert werden. Vor allem bei Lebensmitteln ist die Situation kompliziert. Während Snacks problemlos transportiert werden können, müssen flüssige Nahrungsmittel wie beispielsweise Suppe in einen Behälter abgeführt werden.
Einige Nahrungsmittel oder Getränke aus dem jeweiligen Urlaubsland landen bei vielen im Koffer. Doch Vorsicht: Nicht alles, was schmeckt, darf einfach so mit ins Flugzeug genommen werden. Die meisten Airlines erlauben den Passagieren, Lebensmittel im aufgegeben Gepäck zu transportieren. Es gelten jedoch die Bestimmungen des jeweiligen Landes.
Deshalb sind Kartoffeln im Flugzeug tabu
Wegen der Gefahr der bakteriellen Ringfäule dürfen jedoch keinerlei Kartoffeln mitgenommen werden – das betrifft sowohl das Handgepäck, als auch das Aufgabegepäck. Es handelt sich dabei um eine gefährliche Kartoffelkrankheit. Dies gilt sowohl für Flüge innerhalb der EU als auch für Flüge von oder nach Deutschland.
Wenn Lebensmittel im Koffer anfangen zu verrotten, wird das Gepäck aus hygienischen und gesundheitlichen Gründen zum Sicherheitsrisiko. Das Gepäck kann dann am Flughafen vernichtet werden – auch ohne Zustimmung des Besitzers.
Jedoch handhabt das jeder Flughafen etwas anders. „Sollten sich in einem ,gestrandeten‘ Gepäckstück verdorbene Lebensmittel befinden, sind die Flughafenmitarbeitenden vor Ort autorisiert, das Gepäckstück zu öffnen und die verdorbenen Lebensmittel zu entsorgen (Vier-Augen-Prinzip)“, erklärt eine Sprecherin vom Flughafen Dortmund gegenüber Travelbook.
Nach Absprache mit dem Besitzer sei „eine Teil- oder eine komplette Entsorgung“ möglich, lässt ein Pressesprecher vom Airport Düsseldorf verlauten. Eine ähnliche Praxis verfolgt auch der Berliner Flughafen. Es kommt zwar selten vor, aber ist auch nicht abgeschlossen: Eine Entsorgung des Koffers sei auch ohne Rücksprache mit dem Besitzer möglich.
Das hat auch das Amtsgericht Frankfurt so entschieden. In dem konkreten Fall ging es um einen Urlauber, welcher Oliven, mehrere Flaschen Wein und Salami transportiert hatte. Als das Gepäckstück verloren ging und gelagert wurde, lief Flüssigkeit aus dem Koffer heraus, nachdem die Flaschen zerbrochen sind. Aus hygienischen Gründen hat der Flughafen den Koffer vernichtet. Der Besitzer klagte zwar vor Gericht, jedoch wurde die Klage abgewiesen. Auf verderbliche Lebensmittel oder Kartoffeln sollten Touristen daher lieber verzichten.


















































