Durch einen denkwürdigen Fernsehauftritt wurde Regina Zindler deutschlandweit bekannt. Nun hat sie den Kampf gegen den Krebs verloren und ist im Alter von 78 Jahren verstorben.
Die aus Sachsen stammende Zwickauerin trat 1999 in der Sat.1-Gerichtssendung „Richterin Barbara Salesch“ auf, um einen Nachbarschaftsstreit auszutragen. Während der Verhandlung verwendete sie im unverwechselbaren sächsischen Dialekt den Begriff „Maschendrahtzaun“ – ein Moment, der Kultstatus erreichte und sie weit über die Grenzen ihrer Heimat hinaus berühmt machte.
Regina Zindler verliert den Kampf gegen den Krebs
Nun ist Regina Zindler im Alter von 78 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung erlag sie am 5. Mai einer Krebserkrankung. Die Beisetzung ihrer Urne erfolgte am vergangenen Freitag auf dem Hauptfriedhof in Zwickau. Ihrem ausdrücklichen Wunsch entsprechend wurde sie in einem anonymen Gemeinschaftsgrab zur letzten Ruhe gebettet.
„Meine Frau liegt im Sterben. Sie hat Krebs im Endstadium“, erklärte ihr Mann damals in der „Bild“. Und weiter: „Meine Frau bekommt bei uns zu Hause täglich Palliativpflege. Ihr bleiben noch vier Wochen, vielleicht acht. Ich werde bis zum Schluss für sie da sein.“
Der Name Regina Zindler wurde Ende der 1990er-Jahre bundesweit bekannt, nachdem sie gemeinsam mit ihrem Nachbarn Gerd Trommer aus dem vogtländischen Auerbach in der Sat.1-Gerichtssendung von Barbara Salesch aufgetreten war. Auslöser des Streits war ein Knallerbsenstrauch, dessen Wachstum in unmittelbarer Nähe ihres Grundstückszauns für Ärger sorgte. Vor Gericht konnte sich Zindler zwar nicht durchsetzen, doch die Fernsehausstrahlung entwickelte ein unerwartetes Eigenleben.
Besonders ihre markante Aussprache des Wortes „Maschendrahtzaun“ blieb vielen Zuschauern im Gedächtnis. Entertainer Stefan Raab griff den TV-Moment auf und verwandelte ihn in einen Musiktitel, der sich zu einem der größten Überraschungserfolge des Jahres entwickelte. Sechs Wochen lang führte der Song die deutschen Charts an und machte Regina Zindler über Nacht zu einer bekannten Persönlichkeit.
Der plötzliche Bekanntheitsgrad brachte jedoch nicht nur positive Seiten mit sich. Zahlreiche Schaulustige suchten ihr Zuhause auf, nahmen Erinnerungsstücke vom Zaun mit und verursachten Schäden am Gebäude. Der anhaltende Trubel wurde für das Ehepaar schließlich zur Belastung. Deshalb verließen Regina Zindler und ihr Mann ihre Heimat und zogen vorübergehend nach Berlin. Erst einige Jahre später kehrte sie wieder nach Sachsen zurück.

















































