Der Terroranschlag auf den Berliner Breitscheidplatz erschütterte ganz Deutschland. Zehn Jahre nach der Tragödie greift die ARD die Ereignisse in einer sechsteiligen Thriller-Serie auf. Dabei geht es vor allem um die Frage, weshalb der Attentäter trotz zahlreicher Warnsignale nicht gestoppt wurde.
Am 19. Dezember 2016 verwandelte sich der Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz in einen Ort des Grauens. Der Islamist Anis Amri raste mit einem Lastwagen in die Menschenmenge. Insgesamt 13 Menschen starben durch den Anschlag und seine Folgen, zahlreiche weitere wurden verletzt. Bis heute beschäftigt die Frage, ob die Sicherheitsbehörden die Katastrophe hätten verhindern können.
Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, greift die ARD das schreckliche Ereignis nun in der Thriller-Serie „Breitscheidplatz 19/12“ auf. Im Mittelpunkt steht allerdings nicht der Anschlag selbst, sondern dessen Vorgeschichte. Die Produktion beleuchtet mögliche Versäumnisse der Behörden und die Schwierigkeiten bei der Überwachung des späteren Attentäters.
ARD beschäftigt sich mit offenen Fragen zum Terroranschlag
Die sechsteilige Serie verbindet tatsächliche Ereignisse mit einer fiktiven Handlung. Regisseur David Nawrath und Co-Autor David Marian haben sich intensiv mit den damaligen Ermittlungen beschäftigt.
Christoph Pellander, Geschäftsführer der ARD Degeto Film, erklärt in einer Pressemitteilung, dass man den Anschlag bewusst nicht einfach nacherzählen wollte. Vielmehr sollten die damaligen Warnsignale, Entscheidungen und möglichen Fehler der Verantwortlichen untersucht werden. Entstanden sei eine aufwendige Produktion, die sich mit den Hintergründen der Tragödie beschäftigt. Im Mittelpunkt steht die entscheidende Frage: „Wie hätte das verhindert werden können?“

ARD-Programmdirektorin Christine Strobl lässt laut der Mitteilung verlauten: „Es gibt Ereignisse, die unser Land bewegt und berührt haben und die Teil unserer gemeinsamen Erinnerung und Identität geworden sind. Der Anschlag auf dem Breitscheidplatz gehört zweifellos dazu. Zehn Jahre danach den Blick noch einmal auf dieses Ereignis und die Fragen zu richten, die bis heute offen sind, macht deutlich, wie fiktionales Erzählen dazu beitragen kann, Geschichte greifbar zu machen – und genau dafür steht ‚Breitscheidplatz 19/12‘ und wir als ARD: relevante Geschichten zu erzählen, die uns als Gesellschaft beschäftigen.“
Darum geht es in „Breitscheidplatz 19/12“
Die Handlung beginnt im Jahr 2015. Der Staatsschützer Frank Laudin (Albrecht Schuch) versucht, ein Netzwerk islamistischer Extremisten aufzudecken. Dafür schleust er den Informanten Murat Cem (Tamer Trasoglu) in die Szene ein.
Dieser begegnet schließlich Anis Amri (Wael Alkhatib), den er für einen möglichen Attentäter hält. Doch obwohl Warnsignale auftauchen, wird die Gefahr von den Behörden unterschiedlich eingeschätzt. Zuständigkeitsprobleme und Rivalitäten erschweren die Ermittlungen.
Die Serie ist seit dem 30. Oktober 2026 in der ARD-Mediathek verfügbar. Im Ersten laufen die ersten beiden Folgen am 1. November ab 21.45 Uhr. Die weiteren vier Episoden folgen am 6. November ab 23.55 Uhr.

















































