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„Bin einfach komplett schockiert“: „The Voice“-Talent verweigert Song aus religiösen Gründen

Jessica Paulo bei "The Voice of Germany"
Joyn / Richard Hübner

Bei „The Voice of Germany“ sorgt eine Kandidatin für eine ungewöhnliche Situation. Weil Jessica Paulo einen Song aus religiösen Gründen ablehnt, steht plötzlich ein ganzes Battle auf der Kippe. Shirin David muss eine Entscheidung treffen, die es in der Castingshow bislang noch nicht gegeben hat.

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Eigentlich sollten Jessica Paulo und der 46-jährige Tenor Hank bei den Battles am Freitagabend gemeinsam auf der Bühne stehen. Doch aus dem geplanten Duett wird nichts. Stattdessen dürfen beide Kandidaten einzeln auftreten – eine Premiere bei „The Voice of Germany“. Und diese Entscheidung sorgt bei den anderen Coaches für Diskussionen.

Kandidatin Jessica Paulo weigert sich, „Ave Maria“ zu singen

Auslöser des Wirbels ist die Musikauswahl. Shirin David (31) hatte für die beiden Talente den Klassiker „Ave Maria“ vorgesehen. Doch Jessica Paulo macht deutlich, dass sie das Stück nicht singen möchte. Der Grund ist ihr evangelischer Glaube.

„Dieser Song geht direkt an Maria. Es ist ein Gebet zu ihr. Wir beten Maria nicht an. Ich bete nur Jesus Christus an“, erklärt die 20-Jährige. Stattdessen wünscht sie sich einen Titel, der ihren religiösen Vorstellungen entspricht.

Jessica Paulo bei "The Voice of Germany"
Joyn / Richard Hübner

Ihr Duettpartner kann damit wenig anfangen. „Ich will einfach nur Musiker sein und kein Prediger“, stellt Hank klar. Für ihn steht die Musik im Vordergrund, während Jessica Paulo großen Wert auf die religiöse Botschaft legt.

Als Shirin David von den unterschiedlichen Vorstellungen erfährt, ist die Überraschung groß. „Ich bin einfach komplett schockiert, dass die diesen Song nicht singen wollen“, gesteht die Rapperin.

Shirin David bei "The Voice of Germany"
Joyn / Dung Nguyen

Andere Coaches kritisieren die Entscheidung von Shirin David

Schließlich zieht Shirin David Konsequenzen: Jessica Paulo präsentiert „Gratitude“ von Brandon Lake, während Hank mit „The Sound of Silence“ von Simon & Garfunkel auftritt. Doch nicht alle finden diese Sonderregelung gerecht. „Ich finde es nicht okay“, kritisiert Michi Beck (58). Seiner Meinung nach hätte das Duo einen gemeinsamen Song finden müssen. Auch Smudo sieht den eigentlichen Gedanken der Battles dadurch infrage gestellt.

Nico Santos (33) bedauert die Entwicklung ebenfalls: „Glaube sollte nicht trennen, sondern Menschen zusammenbringen.“ Trotz der kritischen Stimmen gibt es für beide Talente ein Happy End. Shirin David ist von den Auftritten begeistert und nimmt sowohl Jessica Paulo als auch Hank mit in die nächste Runde. Damit endet ein ungewöhnliches Battle ohne Verlierer – aber mit reichlich Gesprächsstoff.

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