Sie machte aus einer erschütternden Diagnose eine Mission und erreichte damit Hunderttausende Menschen: Die Influencerin Brooke Eby ist im Alter von nur 37 Jahren gestorben. Über Jahre hatte sie ihren Kampf gegen die unheilbare Nervenkrankheit ALS öffentlich gemacht – und dabei selbst in schweren Momenten ihren Humor nicht verloren.
Die Nachricht von ihrem Tod teilte das ALS Network mit. Brooke Eby sei eine außergewöhnliche Fürsprecherin, Geschichtenerzählerin, Community-Gründerin und Freundin gewesen. Ihre Offenheit und ihr Humor hätten dazu beigetragen, dass zahlreiche Menschen die Krankheit ALS besser verstehen konnten. Brooke Eby wurde gerade einmal 37 Jahre alt. Nach Angaben von „Today“ starb sie an Komplikationen ihrer ALS-Erkrankung.
Erste Symptome zeigten sich bereits Jahre vor der Diagnose
Der Leidensweg der Influencerin begann lange vor der endgültigen Gewissheit. Bereits 2018 bemerkte Brooke Eby ein Hinken. Zunächst hielt sie eine Verletzung durch das Training für die Ursache. Es folgten zahlreiche Untersuchungen und Arztbesuche, bis sie im März 2022 schließlich die niederschmetternde Diagnose erhielt: Amyotrophe Lateralsklerose, kurz ALS. Damals war sie erst 33 Jahre alt.
Statt sich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen, entschied sich Brooke Eby für einen ungewöhnlichen Weg. Unter dem Namen „Limpbroozkit“ dokumentierte sie ihren Alltag auf TikTok und Instagram. Dabei sprach sie offen über körperliche Einschränkungen, Hilfsmittel und das Fortschreiten der Krankheit – häufig mit einer großen Portion Selbstironie.
Gegenüber der ALS Association brachte sie ihren Ansatz einmal auf den Punkt: „Wenn ich das Ganze ein bisschen lockerer angehe, habe ich das Gefühl, dass die Menschen eher bereit sind, Fragen zu stellen.“
Brooke Eby wollte anderen Betroffenen helfen
Aus ihrer Reichweite entwickelte sich schließlich weit mehr als ein Social-Media-Projekt. Brooke Eby gründete mit „ALStogether“ eine Community, in der sich Menschen mit ALS sowie Angehörige und Pflegepersonen miteinander austauschen konnten. Das Projekt wurde 2026 in das ALS Network integriert.
Auch als ihre eigenen körperlichen Einschränkungen zunahmen, blieb Brooke Eby öffentlich präsent. Zuletzt machten ihr unter anderem das Sprechen und Schlucken zunehmend Probleme. Dennoch wollte sie, dass ihre Videos auch langfristig einen Zweck erfüllen.
In einem persönlichen Beitrag für „People“ erklärte sie, ihre TikTok-Präsenz solle nach ihrem Tod als eine Art „visual diary“ weiterbestehen – als visuelles Tagebuch für Menschen, die selbst mit ALS diagnostiziert werden und Orientierung suchen.
ALS-Network-Chefin Sheri Strahl würdigte Brooke Eby nach ihrem Tod mit bewegenden Worten: „Brooke hat den Blick der Menschen auf ALS verändert.“ Sie habe jedoch nicht nur den Blick auf die Erkrankung verändert, sondern auch darauf, wie Betroffene miteinander in Kontakt kommen und sich gegenseitig unterstützen können.


















































