Nach fünf Staffeln ist erst einmal Schluss! RTL+ schickt „Princess Charming“ in eine Zwangspause. Besonders bitter: Ausgerechnet nach einer erfolgreichen Staffel und einer Nominierung für den Deutschen Fernsehpreis wird die lesbische Datingshow vorerst nicht fortgesetzt.
Eigentlich hätte das Team von „Princess Charming“ allen Grund zum Feiern. Die Kuppelshow ist beim Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie „Beste Unterhaltung Reality“ nominiert. Doch mitten in die Freude über die Auszeichnung platzt eine Nachricht, die vor allem die Fans enttäuschen dürfte: Eine sechste Staffel ist aktuell nicht geplant.
Producerin Yvonne Plume machte das vorläufige Ende bei LinkedIn öffentlich. Besonders schmerzlich sei die Entscheidung angesichts des jüngsten Erfolgs. „Denn ausgerechnet in diesem Jahr, in dem die letzte Staffel so erfolgreich war und für die wir nun diese wunderbare Anerkennung bekommen, wird es (vorerst?) keine weitere Staffel geben. Auch unser Team, das über Jahre für die Charming-Formate gearbeitet und sie mit so viel Herzblut, Kreativität und Überzeugung gestaltet hat, wurde aufgelöst“, schreibt sie.
Producerin Yvonne Plume trauert um „Princess Charming“
Die Nominierung für den Deutschen Fernsehpreis sorgt bei ihr deshalb für gemischte Gefühle. „Natürlich fühlt sich diese Nominierung wie eine unglaublich schöne Wertschätzung an. Für die Arbeit, die wir als Team geleistet haben, gemeinsam mit Seapoint als verlässlicher Partnerin. Für ein Format, an das wir geglaubt haben. Und für all die Menschen, die daran mitgewirkt haben, Charming zu dem zu machen, was es war. Gleichzeitig trauere ich. Um ein Format, das Sichtbarkeit geschaffen hat. Um Geschichten und Begegnungen, die Menschen bewegt haben. Um eine queere Perspektive, die im deutschen Fernsehen in dieser Form einmalig war und es meiner Meinung nach noch immer ist. Und um ein Team, das gemeinsam etwas Besonderes geschaffen hat.“

RTL / Markus Hertrich
Gegenüber „DWDL“ bestätigte auch ein RTL-Sprecher, dass momentan keine weitere Staffel von „Princess Charming“ geplant ist. Ganz begraben wird das Format allerdings offenbar noch nicht: Eine spätere Rückkehr wollen die Verantwortlichen nicht ausschließen.
Für die Produktionsfirma Seapoint ist die Entscheidung der nächste herbe Dämpfer. Erst kürzlich wurde bekannt, dass das Unternehmen ab 2028 auch einen seiner prominentesten Aufträge verliert: „Let’s Dance“ wird dann nicht mehr von Seapoint produziert. BBC Studios will die erfolgreiche RTL-Tanzshow künftig selbst herstellen.


















































