Nach seinen Aussagen über den Fußball der Elfenbeinküste sieht sich Bastian Schweinsteiger mit einem Rassismus-Vorwurf konfrontiert. Nun nimmt der ARD-Experte selbst Stellung und verteidigt sich seine Wortwahl.
Bastian Schweinsteiger (41) ist bei der Fußball-Weltmeisterschaft als Experte für die ARD im Einsatz und analysiert die Spiele – so auch das Duell zwischen Deutschland und der Elfenbeinküste. Deren Nationaltrainer Emerse Faé äußerte sich anschließend zu den Aussagen von Bastian Schweinsteiger und erhob einen schweren Vorwurf: Rassismus.
Bastian Schweinsteiger hatte den Spielstil der Elfenbeinküste als ein „bisschen afrikanischer Fußball natürlich, der manchmal so ein bisschen unorthodox ist, ein bisschen wild ist, bisschen vielleicht auch manchmal nicht ganz so von der Taktik geprägt ist“ beschrieben. Und weiter: „Wir müssen uns einstellen, dass es unberechenbar wird manchmal.“
Der Trainer der Elfenbeinküste reagierte auf diese Aussagen fassungslos. „Das ist traurig. Wir könnten es rassistisch nennen. Als ich seinen Kommentar gehört habe, war ich enttäuscht. Ich habe keine andere Möglichkeit, als das zu akzeptieren“, so Emerse Faé.
„Ich habe über Fußball gesprochen, nicht über Menschen“
Bastian Schweinsteiger bezieht nun Stellung und verteidigt seine Aussagen. „Ich habe über Fußball gesprochen, nicht über Menschen. Das ist eine Fußballanalyse. Nicht mehr und nicht weniger“, erklärte der TV-Experte laut einer Stellungnahme der ARD, wie die „Bild“-Zeitung berichtet. „Auf keinen Fall wollte ich jemandem zu nahe treten“, so der 41-Jährige.
Auch ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky stellt sich hinter den TV-Experten: „Bastian Schweinsteiger hat sich zu seinen Erwartungen des Spielstils der Mannschaft der Elfenbeinküste geäußert. Darin hat er seine Erfahrungen und Beobachtungen der letzten Spiele zusammengefasst.“ Es sei bei den Aussagen ausschließlich um die fußballerische Leistung gegangen – nicht um Menschen: „Darin und auch in der Wortwahl kann ich keine Form von Rassismus entdecken.“
Abschließend betont Axel Balkausky: „Wenn sich der Trainer der Elfenbeinküste, Emerse Faé, direkt mit Bastian austauschen würde, wäre sein Verdacht in kürzester Zeit revidiert – da bin ich mir sicher.“ Seine Hoffnung: „Vielleicht kommt es ja noch zu einer solchen Gelegenheit im Laufe des Turniers.“















































