Anfang Mai 2025 wurde Xatar leblos in der Kölner Wohnung einer Geschäftspartnerin aufgefunden. Der Rapper wurde 43 Jahre alt. Sein Tod gibt bis heute Rätsel auf. In einer neuen ARD-Dokumentation kommen nun weitere Details ans Licht.
Für die ARD-Dokumentation „Ein Leben ist nicht genug“ wurde Xatar, der mit bürgerlichem Namen Giwar Hajabi hieß, in den letzten Monaten von einem Kamerateam begleitet.
Die Todesursache blieb lange unklar. Um Spekulationen auszuschließen, wurden sowohl eine Obduktion als auch ein späteres chemisch-toxikologisches Gutachten angeordnet. Gewalt- oder Fremdeinwirkung konnten dabei ausgeschlossen werden.
Xatar ist an einem Herzinfarkt gestorben
Xatar starb an einem Herzinfarkt, wie seine Witwe Farvah Hajabi nun bestätigt. „Er ist fit gewesen. Sei es mental und auch physisch. Wenn das jetzt vor zwei Jahren oder so gewesen wäre, hätte ich das definitiv darauf geschoben. Ich kann es mir nicht erklären, ich will es mir nicht erklären und ich möchte auch nicht, dass es mir irgendwer erklärt“, sagt sie in der ARD-Dokumentation.
Auch der Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer bestätigte auf Nachfrage der „Bild“-Zeitung: „Die Staatsanwaltschaft Köln hat die Ermittlungen zu den Todesumständen von Giwar Hajabi nach Auswertung des von ihr in Auftrag gegebenen chemisch-toxikologischen Gutachtens abgeschlossen. Es haben sich insgesamt keine Hinweise darauf ergeben, dass der Tod des Künstlers durch schuldhaftes Verhalten anderer Personen verursacht worden wäre. Das Todesermittlungsverfahren ist daher eingestellt worden.“
In der NDR-Talksendung „deep und deutlich“ spricht seine Frau Farvah Hajabi (38) nun erstmals ausführlich über den schweren Verlust. „Ich habe in diesem Moment alles verloren, was ich selber bin. Nach so vielen Jahren ist man einfach eins. Und vor allem nach so vielen Jahren mit so vielen Schicksalsschlägen, wohlgemerkt. Das ist schon ein Schlag ins Gesicht. Man wird zu Pulver“, sagt sie in der Sendung.
Dabei erinnert sie sich auch an den 8. Mai 2025: „An dem Tag selbst war das schon so, dass ich ihn nicht erreichen konnte. Das war schon sehr untypisch. Ich wusste, dass etwas nicht stimmt. Dann klingelt es abends an der Tür. Wenn es abends an der Tür klingelt, dann weiß man, dass es die Endstufe ist.“
Xatar galt als einer der einflussreichsten, aber auch umstrittensten Künstler der deutschen Rap-Szene. Mit seiner Frau war er 15 Jahre lang zusammen – die beiden kannten sich seit ihrer Jugend. „Wir haben uns jahrelang jeden Tag gesehen, haben stundenlang telefoniert. Er hat mir eine komplett neue Seite von mir selbst gezeigt – oder vielleicht auch entstehen lassen“, sagt seine Frau.
International bekannt wurde Xatar insbesondere durch einen spektakulären Goldraub, nach dem er von Interpol gesucht wurde. Später wurde er im Irak festgenommen. Der Rapper wurde zu acht Jahren Haft verurteilt. Aufgrund guter Führung kam er jedoch bereits drei Jahre nach dem Urteil wieder frei. „Für mich war das zu dem Zeitpunkt einfach alles sehr hart. Aber was war denn die Alternative? Zu sagen, man geht jetzt ohne ihn den Weg weiter, ist keine Option gewesen“, schildert seine Frau.

















































