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Tram in Berlin fährt trotz Warnstreik – doch keiner darf einsteigen

Tram in Berlin
iStock / SAKhanPhotography

In der vergangenen Woche kam der Tram-Verkehr in Berlin wegen Eisregen zum Erliegen. Nun ruft Verdi an diesem Montag bundesweit zum Warnstreik auf. Doch in Berlin fahren die Straßenbahnen dennoch – jedoch ohne Fahrgäste. Denn keiner darf einsteigen. 

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Die Straßenbahnen in Berlin blieben wegen vereister Oberleitungen im Depot. Die Enteisung dauert laut der BVG bis zu diesem Wochenende an. Wenn die Bahnen nicht fahren würden, könnten die Oberleitungen erneut vereisen. Deswegen fahren die Straßenbahnen am Montag trotz Streik – allerdings ohne Fahrgäste. Das mag wie ein schlechter Scherz klingen: Auf die Geister-Trams haben sich die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und die Gewerkschaft Verdi geeinigt.

Geister-Trams ohne Fahrgäste fahren während Streik in Berlin

„Die anhaltend hohe Feuchtigkeit bei Minusgraden sorgt weiterhin dafür, dass Oberleitungen und Gleisanlagen empfindlich bleiben. Die Mitarbeitenden der BVG sind das gesamte Wochenende unterwegs, um das Netz stabil zu halten und auf kurzfristige Vereisungen sofort reagieren zu können“, teilte die BVG am Samstag mit.

„Um die Oberleitungen eisfrei und damit den Trambetrieb aufrechtzuerhalten, sind auch in den nächsten Tagen und Nächten regelmäßige Fahrten und Arbeiten notwendig“, so die BVG weiter. Und das sah auch die Gewerkschaft ein. „Verdi und BVG haben sich für den anstehenden Warnstreik am Montag auf eine Sonderlösung für die Straßenbahninfrastruktur verständigt“, heißt es weiter.

Die Straßenbahnen fahren also ausschließlich zu technischen Zwecken, dürfen aber während des Streiks keine Fahrgäste transportieren. So hoffe man auf einen stabilen Start am Dienstag. Verdi hat zum Streik am Montag um 3 Uhr aufgerufen – dieser soll 24 Stunden andauern. Bundesweit fahren keine Straßenbahnen, Busse oder U-Bahnen.

Verdi fordert bessere Arbeitsbedingungen, etwa durch Verkürzung der Wochenarbeitszeit und der Schichtzeiten sowie längere Ruhezeiten und höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende. „Die Beschäftigten im ÖPNV stehen unter hoher Belastung durch extrem ungünstige Arbeitszeiten, Schichtarbeit und ständigen Zeitdruck“, erklärte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle laut einer Mitteilung. „Wir brauchen hier dringend Verbesserungen, um die hohe Fluktuation zu stoppen und wieder verlässlich Fachkräfte für den öffentlichen Nahverkehr zu finden“, heißt es weiter.

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