Der Iran droht mit einem Eklat bei der Fußball-Weltmeisterschaft. Sollte es in den Stadien zu Protesten gegen die islamische Führung kommen, würde die Nationalmannschaft das Spielfeld verlassen.
Die Situation der Mannschaft aus dem Iran ist bei der Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada angespannt. Seit Wochen besteht der Iran darauf, dass in den Stadien ausschließlich die offizielle Staatsflagge zugelassen wird – und nicht die alte persische Flagge. Diese wird auch bei Protestkundgebungen im Ausland verwendet und gilt als Symbol der Ablehnung des islamischen Systems im Iran. Sollte dieser Fall eintreten, würde das Team das Spielfeld verlassen.
„Wir haben der FIFA bereits mitgeteilt, dass die Verantwortlichen des Teams das Spiel abbrechen würden“
„Wir haben der FIFA bereits mitgeteilt, dass die Verantwortlichen des Teams das Spiel abbrechen würden, sobald wir in den Stadien politische Parolen hören“, teilte Sportminister Ahmed Donjamali mit. Experten bezweifeln jedoch, dass ein solches Verbot durchsetzbar wäre, wie die „Bild“ schreibt.
Besonders brisant: Zwei der drei Vorrundenspiele des Iran finden in Los Angeles statt. Dort lebt ein großer Teil der persischen Diaspora. Die US-Metropole wird deshalb auch „Tehrangeles“ oder „Irangeles“ genannt. Millionen Fans könnten dort ihren Protest gegen die iranische Führung für die ganze Welt sichtbar machen.
Überschattet wird die Teilnahme zudem vom militärischen Konflikt zwischen dem Iran und den USA. Aus diesem Grund hat der Iran sein Teamquartier nach Mexiko verlegt. Nach den Spielen müssen die iranischen Kicker die USA jeweils umgehend wieder verlassen. „Wir können morgens einreisen und müssen noch am selben Tag wieder ausreisen“, sagte Irans Botschafter in Mexiko, Abolfazl Pasandideh. Zudem wurde 15 Mitgliedern der Delegation die Erteilung von Visa verweigert.
















































