Mysteriöse Todesfälle, unheimliche Geistererscheinungen und unglaubliche Zufälle: Mit „X-Factor: Das Unfassbare“ wurde Jonathan Frakes zum Kultmoderator. Am Ende jeder Folge enthüllte er, welche Geschichten tatsächlich passiert sein sollen. Doch wie viel Wahrheit steckt wirklich hinter den gruseligen Ereignissen? Die Antwort dürfte einige Fans überraschen.
Kaum eine Mystery-Sendung hat sich so tief ins Gedächtnis eingebrannt wie „X-Factor: Das Unfassbare“. Seit 1997 sorgt das US-Format, das im Original „Beyond Belief: Fact or Fiction“ heißt, für Gänsehaut. In jeder Folge werden fünf unglaubliche Geschichten erzählt. Anschließend folgt die große Auflösung: Welche Ereignisse sind frei erfunden und welche sollen sich tatsächlich zugetragen haben?
Doch ausgerechnet bei den angeblich wahren Geschichten gibt es einen Haken. Denn nur weil Jonathan Frakes eine Geschichte als wahr bezeichnet, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass sich sämtliche Ereignisse tatsächlich so abgespielt haben.
Wie viel Wahrheit steckt hinter den Gruselgeschichten?
Wie das Joyn-Portal „Behind the Screens“ berichtet, basieren einige der angeblich echten Fälle auf Zeitungsberichten, Überlieferungen oder urbanen Legenden. Dabei handelt es sich um Geschichten, deren Wahrheitsgehalt häufig nicht eindeutig geklärt ist. Hinzu kommt: Oft fehlen konkrete Namen, Orte oder Zeitpunkte. Dadurch lassen sich zahlreiche Geschichten kaum unabhängig überprüfen.
Ein bekanntes Beispiel ist „Die Frau im Spiegel“. Darin sieht eine Frau eine blutverschmierte Erscheinung in einem Spiegel. Später soll diese sogar dabei helfen, einen Einbrecher zu stoppen. Die Geschichte wurde als wahr aufgelöst. Unabhängige Belege für die übernatürlichen Ereignisse sind jedoch nicht bekannt.
Es gibt allerdings auch Geschichten mit einem nachweisbaren historischen Hintergrund. Dazu zählt der Fall „Titan“, der auf einem Roman basiert, dessen Handlung erstaunliche Parallelen zum späteren Untergang der Titanic aufweist. Auch die Geschichte „Lobet den Herrn“ über eine Kirchenexplosion im Jahr 1950 geht auf ein reales Ereignis zurück.
Sogar der Jugendschutz beschäftigte sich mit „X-Factor“
Die Vermischung von Wahrheit und Fiktion sorgte auch für Kritik. Wie RTL berichtete, beschäftigte sich die Kommission für Jugendmedienschutz im Jahr 2012 mit der Sendung. Besonders die als wahr dargestellten Gruselgeschichten wurden kritisch betrachtet, da sie jüngere Kinder verängstigen könnten.
Dabei war Jonathan Frakes nicht von Anfang an das Gesicht der Mystery-Reihe. Die erste Staffel moderierte James Brolin. Erst ab der zweiten Staffel übernahm der aus „Star Trek“ bekannte Schauspieler und machte die Sendung mit seinen geheimnisvollen Anmoderationen zum Kult.
Ob sich sämtliche als wahr bezeichneten Geschichten tatsächlich genau so ereignet haben, bleibt fraglich. Einige besitzen einen realen Kern, andere lassen sich kaum überprüfen. Und genau dieses Spiel zwischen Wahrheit und Fantasie macht den besonderen Reiz von „X-Factor: Das Unfassbare“ bis heute aus.


















































