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Die Nachrichten des Tages am 10.02.26
Tarifrunde der Länder: Warnstreiks fast im ganzen Bundesgebiet
Am morgigen Mittwoch wird – voraussichtlich zum letzten Mal in dieser Tarifrunde – über die Löhne der Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder verhandelt. Die Gewerkschaften wollen den Druck erhöhen und haben am heutigen Dienstag zu Warnstreiks aufgerufen. Betroffen sind vor allem Uni-Kliniken, Hochschulen und Straßenbau-Verwaltungen. In einigen Bundesländern werden auch Schulen und Kitas bestreikt. Der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) gehen die Streiks zu weit. „Deutschland braucht dringend ein Gesetz für Fairnessregeln bei Streiks“, sagte Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter der „Bild“-Zeitung. Verdi fordert 7 Prozent mehr Geld, mindestens aber 300 Euro für die 2,2 Millionen Tarifbeschäftigten und Beamten der Länder.
Buch von Ex-Geisel Eli Sharabi: „Ich wollte ein menschliches Wesen bleiben“
491 Tage war Eli Sharabi in Geiselhaft in Gaza – und hat darüber ein Buch geschrieben. Die meiste Zeit verbrachte der Familienvater in Tunneln ohne Sonnenlicht. Eli sowohl seine Frau und Kinder sind in den Schutzraum ihres Hauses geflüchtet. „Die Terroristen fingen an, in den Schutzraum zu schießen. Meine Frau sprang auf unsere Tochter Noya. Ich schützte Yael mit meinem Körper. Wir riefen, sie sollen aufhören. Ein Terrorist befahl, dass ich aus dem Haus gebracht werde. In diesem Moment verstand ich, dass ich entführt werde. Ich schaute zu meinen Töchtern, sah die Angst in ihren Augen. Ich versuchte, sie zu beruhigen und sagte, ich komme wieder“, schreibt er. „In der Gefangenschaft habe er das Gefühl gehabt, „wenn dich etwas töten kann, dann ist es der Hunger“, so Eli Sharabi. Und weiter: „Dann musst du 24 Stunden warten, bis es wieder etwas zu essen gibt. Du zählst jedes Reiskorn. Du teilst es mit anderen Geiseln. Wenn du stirbst, kannst du sagen, du hast versucht, ein Mensch zu bleiben und dass du fair zu deinen Freunden warst.“
Gil Ofarim: Hotelmitarbeiter aus Leipzig meldet sich erstmals zu Wort
Dschungelkönig Gil Ofarim hat in der Sendung über seinen Antisemitismus-Skandal gesprochen. Nun hat sich erstmals der Hotelmitarbeiter aus Leipzig in einem Interview zu Wort gemeldet. „Das wirkt für mich sehr befremdlich, es ärgert mich massiv, und ich frage mich auch: Ist es denn nie vorbei?“, sagt er gegenüber der „Zeit“. Zudem betont er, dass es einen Schweige-Deal nie gegeben habe: „Er kann über die Vorgänge in der Lobby sprechen. Das Einzige, was er nicht wiederholen darf, ist die Unwahrheit über mich. Er hat im Zuge des Vergleichs vor Gericht eine Unterlassungserklärung abgegeben. Das bedeutet, er darf nicht mehr sagen, dass ich ihn wegen des Tragens einer Davidsternkette des Hotels verwiesen hätte. Und er darf auch keine ähnlichen Aussagen tätigen, die andeuten, dass eine antisemitische Äußerung stattgefunden habe. Das ist alles.“ Der Dschungelcamp-Sieg von Gil Ofarim hinterlässt bei dem Hotelangestellten einen üblen Beigeschmack: „Mir geht es nicht gut damit, wie er sich jetzt inszenieren konnte. Denn es hinterlässt bei mir den Eindruck, dass die öffentliche Wahrnehmung dieses Falles wieder kippt. Die Staatsanwaltschaft hat Tatsachen ermittelt, die vor Gericht Bestand hatten. Gil Ofarim hat diese Tatsachen irgendwann bestätigt, indem er sich bei mir entschuldigte und das Video löschte. Nun habe ich den Eindruck, dass all das wieder infrage gestellt wird. Er inszeniert sich wie ein Opfer, obwohl ich das bin, und das ist schwer für mich.“










































