Ein polnischer Politiker von einer rechtsextremen Partei hetzte jahrelang gegen die LGBTQ-Community. Doch das ändert sich, als Dawid Szóstak plötzlich das Trans-Model Michalina Manios kennenlernt und sich in sie verliebt.
Gegensätze ziehen sich bekanntlich an – und das trifft vor allem auf Dawid Szóstak und Michalina Manios zu. Der rechtsextreme Politiker hat sich in das Trans-Model verliebt. Mit den Worten „Katholik. Pole. Nationalist“ beschrieb sich der Politiker in den sozialen Netzwerken. Der Parteichef der Konfederacja in Katowice bewegte sich in rechtsextremen Kreisen.
Politiker hetzt gegen LGBTQ-Community – dann verliebt er sich in ein Trans-Model
Das ändert sich, als er plötzlich das Model kennenlernt. „Mir gefielen die Fotos, die Michalina gepostet hat. Sie strahlten viel Energie und Weiblichkeit aus“, sagt der Politiker der polnischen Tageszeitung Gazeta Wyborcza. 2011 machte sie bei der polnischen Version von „Germany’s Next Topmodel“ mit und belegte den dritten Platz.
Michalina Manios wurde intersexuell geboren – sie hat sowohl weibliche als auch männliche Geschlechtsmerkmale. Sie wächst als Junge auf, aber fühlt sich in ihrem Körper gefangen: „Funktionell entwickelte ich mich als Frau, aber leider wurde mir eine männliche Identität zugewiesen, keine andere. Mein Körper und Geist entwickelten sich in Richtung Weiblichkeit, nur meine Geschlechtsorgane nicht“, erzählte sie in einer TV-Show. Über das Kennenlernen mit dem Politiker sagt das Model: „Alles geschah ganz natürlich. Wir wurden ein Paar. Wir haben Respekt und Verständnis füreinander.“
Das sah der Politiker jedoch nicht immer so. Denn seine Partei galt als extrem queerfeindlich. Dort hieß es: „Wir stehen auf gegen Juden, Homosexuelle, Abtreibung, Steuern und auch die Europäische Union!“ Für die Liebe ist er aus der Partei ausgetreten.
Gegenüber „Fakt“ sagte er zu seinem politischen Ausstieg: „Einerseits möchte ich beweisen, dass die Konföderation und die Nationale Bewegung keine Hardliner sind, sondern Menschen, die offen auf die Menschen zugehen. Jeder sollte individuell behandelt werden. Aber ich wollte nicht, dass mein Privatleben unsere politischen Aktivitäten beeinflusst.“ Auch seine Beschreibung in den sozialen Netzwerken hat er geändert. Neben „Katholik. Pole. Nationalist.“ hat er jetzt „Glücklich verliebt.“ hinzugefügt.


















































