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Frauen-EM: Was passiert mit Spielerinnen, die ihre Periode haben?

Frauen-EM
IMAGO / Anadolu Agency

Derzeit geben die Kickerinnen auf dem Spielfeld bei der Frauen-EM alles. Doch die weibliche Regelblutung nimmt keine Rücksicht auf ein solches Turnier. Wie sollten Spielerinnen damit umgehen?

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Die Menstruation kann für Frauen äußerst unangenehm sein und ist teilweise mit Bauchkrämpfen und Übelkeit verbunden. Am liebsten würden die meisten Frauen dann im Bett liegen bleiben. Bei einem großen Turnier wie die Frauen-EM ist das bei den Kickerinnen auf dem Spielfeld jedoch nicht möglich – aber wie geht man bei einem solchen Turnier damit eigentlich um?

Der weibliche Zyklus kann jedoch auch zu besseren sportlichen Leistungen führen – das zumindest meint Lucy Bronze. „Es ist, als würde man mir für eine Woche eine Superkraft geben“, erklärt die britische Nationalspielerin in einem Interview mit dem Magazin Womens Health UK. Sie spricht von den vier Phasen des weiblichen Zyklus und darauf sollte das Training abgestimmt werden – damit meint sie neben der Menstruation die Follikelphase, die Ovulationsphase mit Eisprung und die Lutealphase kurz vor der nächsten Regelblutung.

Die Ernährung und der Sport werden auf die bestimmten Zyklusphasen angepasst – das ist auch unter dem Namen „Cycle Syncing“ bekannt und bedeutet auf Deutsch „Zyklussynchronisation“. Mit der Theorie soll Frauen geholfen werden, das Beste aus ihren Zyklusphasen herauszuholen und sich selbst gut zu fühlen.

„Das ist definitiv erforscht und auch im Leistungssport angekommen“

Das Training bei Leistungssportlerinnen – wie beispielsweise bei den Kickerinnen bei der Frauen-EM – richtet sich bei den meisten das Training nach dem Zyklus. „Das ist definitiv erforscht und auch im Leistungssport angekommen“, ist die Sportpsychologin Jana Strahler von der Universität Freiburg gegenüber der ARD-„Sportschau“.

Zwar könne der Wettkampfplan nicht angepasst werden, wenn beispielsweise die Mannschaften auf dem Spielfeld stehen – aber das Training dazwischen schon. Es sei eine „fundamentale Entwicklung, dass wir das Training an den Zyklus anpassen und sich das lohnt“, erklärt die Expertin weiter.

In der ersten Zyklusphase sei hartes Krafttraining möglich – in zweiten Hälfte sei eher erhaltendes Training oder leichtes Ausdauertraining empfehlenswert. Auch eine Gruppe der britischen Northumbria University ging in dem Fachblatt Sports Medicine dem Thema nach. Dort heißt es ebenfalls, dass das Training möglichst am Zyklus angepasst werden sollte. Bei der Erforschung des Cycle Syncings steht die Wissenschaft jedoch noch am Anfang.

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